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Sinti-Jazz live im Maxx-Kino

UPDATE: Kussi Weiss-Auftritt bei "Django"-Premiere abgesagt

UPDATE: Der Auftritt von Kussi Weiss wurde am Freitag kurzfristig krankheitsbedingt abgesagt. Das Hamelner Weiß-Trio wird aber wie geplant auftreten.HAMELN. Wer es vor wenigen Wochen nicht in die brechend volle Sumpfblume geschafft hat, wo die Sinti-Jazz-Größe Kussi Weiss mit seinem Quartett das Publikum begeisterte, hat jetzt erneut Gelegenheit, den Gitarrenvirtuosen live zu erleben. Bei der Filmpremiere von „Django – Ein Leben für die Musik“ am Freitag, 8. Dezember, um 20 Uhr im Maxx-Kino wird der Hildesheimer zusammen mit dem Hamelner Weiß-Trio das Publikum mit einigen Songs auf den Film einstimmen.

veröffentlicht am 06.12.2017 um 12:41 Uhr
aktualisiert am 08.12.2017 um 14:06 Uhr

Kussi Weiss (re.) und das Hamelner Weiß-Trio werden das Publikum auf den Film „Django – Ein Leben für die Musik“ einstimmen. Foto: br
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
Vor dem Hintergrund der Dewezet-Serie „Familie Weiß – Sinti in Hameln“ hatte sich Kinotheaterleiter Niels-Christian Pagels auf Anregung der Redaktion dazu entschieden, die „Django“-Filmbiografie gut anderthalb Monate nach der Deutschland-Premiere für zwei Vorstellungen exklusiv auch noch ins Maxx-Kino zu holen.

Der Film von Regisseur Étienne Comar handelt von der Sinti-Jazz-Legende Django Reinhardt. Der französische Sinto prägte mit seinem eigenwilligen Stil maßgeblich den europäischen (Sinti-)Jazz. Die Handlung des Films, mit dem in diesem Jahr die Berlinale eröffnet worden war, beginnt im Jahr 1943. Django Reinhardt (Reda Kateb) ist auf dem Zenit seines Erfolgs. Seine Prominenz bietet ihm zunächst einen gewissen Schutz, während Sinti in ganz Europa von den Nationalsozialisten verfolgt werden. Doch selbst die Nazis können sich im besetzten Paris dem Zauber von Djangos Gypsy-Swing nicht entziehen. Er soll in Deutschland auftreten, doch Django weigert sich. Er taucht unter, will mit seiner Frau Naguine (Bea Palya) und seiner Mutter Negros (Bimbam Merstein) in die Schweiz fliehen. Doch die Nazis sind ihm auf der Spur…

Was viele nicht wissen: Django Reinhardt ist eigentlich ein „Weiß“. So erzählt man es sich zumindest in der Hamelner Sinti-Familie Weiß und so schreibt es auch der Django-Biograf Michael Dregni. Demnach war Djangos Vater Jean-Eugène Weiss, und da sich die Abstammung bei den Sinti vom Vater ableitet, müsste Django daher ein Weiß sein. Den Namen Reinhardt hat er von seiner Mutter Negros Reinhardt.

Doch ungeachtet seiner Abstammung wird der große Django Reinhardt bis heute von zahllosen Musikern verehrt und interpretiert - ob Sinti oder Nicht-Sinti, ob Weiß oder Meier. Dazu zählen auch Kussi Weiss und das Hamelner Weiß-Trio, bestehend aus Sascha Weiß (Lead-Gitarre), Albany Weiß (Rhythmusgitarre) und Angelo Weiß (Bass). Am Freitagabend werden die Musiker, die allesamt miteinander verwandt sind, vor Filmbeginn einige Lieder von Django Reinhardt und anderen Jazz-Größen interpretieren und dem Publikum somit einen kleinen Vorgeschmack auf den Film geben. Der Eintrittspreis erhöht sich dadurch im Übrigen nicht, die Kinokarten kosten wie sonst auch, je nach Platz, zwischen 8 und 11 Euro.

Tickets gibt es im Maxx-Kino sowie online. Dort können auch Reservierungen vorgenommen werden. Eine weitere Kinovorstellung, dann ohne Live-Musik, ist für Dienstag, 12. Dezember, um 18.05 Uhr vorgesehen.

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