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Ministerin unterstützt Petition des Hamelners Constantin Grosch

„Unterschriften üben definitiv Druck auf die Parlamentarier aus“

Hameln/Berlin. „Fast 300 000 Unterschriften sind ein starkes Signal und üben definitiv Druck auf die Parlamentarier aus.“ Diese aufmunternden Worte stammen von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) und richten sich an Constantin Grosch. Der 23-jährige Hamelner, der im Rollstuhl sitzt, hat in den letzten Jahren Hunderttausende Unterschriften gesammelt und nun der Ministerin übergeben. Ihm und seinem Projekt-Partner Raul Krauthausen geht es unter anderem darum, dass Menschen mit Behinderungen wie alle anderen auch Vermögen aufbauen dürfen und es dort keine Beschränkung gibt, ab der sie das Geld abführen müssen. Die beiden kämpfen stellvertretend für mehr als 7,5 Millionen Deutsche, die als schwerbehindert gelten – das ist fast jeder zehnte Bundesbürger. Nun übergab Grosch die Unterschriften der Ministerin. Schon vorher hatte er in Berlin vorgesprochen und war durch Nahles’ Staatssekretärin Gabriele Lösekrug-Möller (SPD) unterstützt worden.

veröffentlicht am 23.10.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 07:41 Uhr

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Im Gespräch mit Nahles sei es neben der Vermögensfrage auch um unabhängige Beratungen und unterstützte Elternschaft gegangen, so Grosch.

Neben Nahles machte auch die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Verena Bentele (SPD), deutlich, dass sie hinter der Petition stehe. Bentele zeigte sich optimistisch, einzelne Abgeordnete durch die Schilderung der problematischen Lebenssituation der Betroffenen überzeugen zu können. Krauthausen sagt: „Wir freuen uns, dass wir mit unserer Petition Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles überzeugen konnten. Doch jetzt müssen konkrete Taten folgen. Wir werden den Druck weiter erhöhen, damit ein gutes Teilhabegesetz im nächsten Jahr Bundestag und Bundesrat passiert.“

Anfang 2016 wird der erste Gesetzesentwurf erwartet. Bis dahin, so Grosch, werde man alle Möglichkeiten nutzen, weitere Entscheidungsträger, insbesondere Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), zu gewinnen. Denn letztlich müsse er die Mittel dafür freigeben. Laut Nahles soll das Teilhabegesetz zum 1. Januar 2017 in Kraft treten.red



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