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Unterrichtsversorgung an den Gymnasien - noch lange nicht gut

veröffentlicht am 16.03.2009 um 20:19 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

Hameln (amg). Die Unterrichtsversorgung an den drei allgemeinbildenden Hamelner Gymnasien hat sich nach Aussage der Direktoren im laufenden Schuljahr verbessert. Dennoch: Nach wie vor werden nicht die statistisch nötigen 100 Prozent erreicht. Eng wird es insbesondere bei Mangelfächern, für die sich vor allem in Niedersachsen zu wenige Nachwuchslehrer finden.

Mit einer Rate von knapp 98 Prozent, so Wolfgang Weber, Direktor am Albert-Einstein-Gymnasium, sei man bessergestellt als im vergangenen Schuljahr. „Trotzdem wurden Stunden in Musik im Jahrgang 6 und in den Fächern Religion und Deutsch im 9. Jahrgang gekürzt.  Auch am Viktoria-Luise-Gymnasium erreicht die Unterrichtsversorgung zurzeit nicht einmal die 98-Prozent-Marke. Noch sei die Zahl der kritischen Fächer überschaubar, in den nächsten Jahren werde alles zum Mangelfach, glaubt Schulleiter Rainer Starke: „Wir werden dann froh sein, überhaupt Lehrer zu bekommen. Aber unser Gymnasium ist jetzt in der glücklichen Situation, dass uns zum 1. Februar drei Planstellen zugewiesen wurden“, erklärt er.

Auf die Frage nach der rechnerischen Unterrichtsversorgung, insbesondere unter Berücksichtigung der Mangelfächer, verweist der Leiter des Schiller-Gymnasiums Andreas Jungnitz, auf die Landesschulbehörde, die in Kürze die aktuellen amtlichen Auswertungen veröffentlichen wird. Soviel zur Lage am Schiller-Gymnasium: Im Augenblick wird der Unterricht ungekürzt erteilt, dazu gibt es ein breites Angebot an Profilen und Kursen. „Der Schuh drückt bei uns zurzeit nicht“, erklärt Jungnitz, räumt aber ein, dass in den Fächern Latein und Physik „Bedarf auf Absicherung“ bestehe. Aus Sicht des Stadtelternratsvorsitzenden Wolfhard F. Truchseß sind die prozentualen Zahlen nichts weiter als relative Werte. Vielmehr müsse man zwischen der rein statistischen und der tatsächlich vor Ort erlebten Unterrichtssituation unterscheiden. Um überhaupt von einer zufriedenstellenden Versorgung zu sprechen, müsse der rechnerische Wert in der Tat bei 104 bis 105 Prozent liegen. Am „laufenden Meter“ falle Unterricht aus. Und dass in diesem Jahr in dem Fach Latein kein Abitur abgelegt werden könne, sei schlichtweg eine Katastrophe.

 

 



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