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Unser Freund, der Baum

HAMELN. Ein Pummelchen von Tanne, wenig schmückend (und spärlich geschmückt) hinter Buden versteckt: Der Weihnachtsbaum des Hamelner Weihnachtsmarktes fristete im vergangenen Jahr ein wenig berauschendes Dasein und erhitzte die Gemüter.

veröffentlicht am 14.11.2017 um 11:44 Uhr

Noch steht sie an der Uferstraße: Am 20. November wird sie gefällt. FOTO: EY

Autor:

Jens F. Meyer
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Ein Christbaum wurde Politikum. Auf Facebook, in der Zeitung, in der Stadt. Und es wollte nicht gelingen, sich das Malheur mit Glühwein schön zu saufen. Deshalb die dringliche Frage: Welche Tanne wird’s werden? Antwort: Eine, die jetzt noch fest verwurzelt in einem Garten an der Uferstraße in Hameln steht. Die Entscheidung fiel in der vergangenen Woche.

Und der Baum fällt am 20. November. „Wir rücken mit Hubsteiger, Tieflader, Mobilkran und Unimog samt Begleitfahrzeug an, um die Nordmanntanne zum 2017er Haupt-Weihnachtsbaum werden zu lassen“, sagt Karin Hanke vom Betriebshof der Stadt Hameln. Der Aufwand ist jedes Jahr riesig, umso wichtiger die Feststellung, dass der jetzige Standort des Baums direkt vorne im Garten kein Problem für das schwere Gerät darstellen wird. Knapp zwei Tonnen geschätztes Gewicht, dazu mindestens zehn Meter Höhe: „Wir haben darauf zu achten, dass der Baum unversehrt an seinen ‚Einsatzort‘ kommt“, sagt Karin Hanke. Sie ist froh, dass eine so schöne Tanne zur Verfügung stünde, „denn das ist ja nicht selbstverständlich“.

Private Grundstücksbesitzer würden sich Jahr für Jahr melden, böten die ihnen zu groß gewordenen Tannen der Stadt Hameln für die Weihnachtsmarktzeit an – nicht alle kommen in die engere Wahl. Vorteil: Für die Grundbesitzer ist die Sache kostenlos, und die Stadt muss keinen Baum teuer kaufen. Seit vielen Jahren funktioniert das gut, und schon zur Weihnachtsmarktzeit stellen manche Bürger Anfragen für das kommende Jahr.

Derweil mehren sich allerdings auch die Stimmen, dass die schönste Tanne der Stadt auf dem Weihnachtsmarkt auch den schönsten Platz erhalten müsste. Hinter Buden versteckt, im Bereich des Museums und des Museumscafés auf der Osterstraße sehen die Kritiker den Baum sprichwörtlich in der Enge. Die Folge: Aus eben jenen Platzgründen war das heilige Grün im vergangenen Jahr so beschnitten worden, dass von der Tannenform wenig übrig geblieben war. Viele wünschen der Stadt ein glückliches Händchen. An der auserwählten Tanne jedenfalls liegt’s nicht: eine echte Schönheit. Und besser werden soll es ja (siehe oben).

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