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Noch keine Lösung für Hoper Straße

Unklar: Wieso wurde Junge angefahren?

HALVESTORF. Über vier Monate nachdem in Halvestorf ein Junge angefahren wurde, ist die Ursache noch unklar. War die Autofahrerin, die den Elfjährigen erfasste, zu schnell gefahren? War es Unachtsamkeit? Anwohner kritisierten damals, dass dort generell zu schnell gefahren werde. Nun war das Problem Thema im Ortsrat.

veröffentlicht am 27.02.2018 um 18:07 Uhr
aktualisiert am 27.02.2018 um 20:00 Uhr

Auf der Hoper Straße in Halvestorf wurde im Oktober ein Kind angefahren. Seitdem wird überlegt, wie dem künftig vorgebeugt werden könne. Foto: pk
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Was hat sich seit dem Unfall im Oktober an der Hoper Straße getan? Ortsbürgermeister Hartmut Binder gab einen Sachstandsbericht. Unmittelbar nach dem Unfall habe es demnach eine Verkehrsbesprechung vonseiten der Stadtverwaltung gegeben. Dabei sei das Szenario, bei dem der Junge angefahren worden war, zunächst veranschaulicht worden. Auch sei das Ortsschild um gut 150 Meter umgesetzt worden, also weg vom Ort. Im nächsten Schritt seien mehrere Geschwindigkeitsmessungen vorgenommen worden. „Die letzte heute Morgen“, sagte Binder in der Ortsratssitzung. „Weitere Messungen werden folgen.“

Darüber hinaus sollen Geschwindigkeitsanzeigetafeln angebracht werden. Wann die kommen, ist jedoch fraglich. „Die Liste ist lang“, sagte Binder mit Blick auf die große Nachfrage und die geringe Anzahl dieser stadteigenen Tafeln. In Erwägung gezogen habe man auch, die Bushaltestelle Halvestorf-Meyerholz am Ortseingang, wo sich der Unfall ereignete, aufzugeben beziehungsweise an anderer Stelle einzurichten. Die Fahrgäste aus der Straße Meyer hätten dann zwar einen 300-Meter-Fußweg über einen neben der Straße verlaufenden Rad- und Gehweg in Richtung Ortsmitte in Kauf nehmen müssen. Allerdings würde dort bereits deutlich langsamer gefahren werden als am Ortseingang. „Doch die Öffis wollen die Bushaltestelle behalten“, sagte Hartmut Binder. Als gefährlich gilt die Bushaltestelle bislang nicht – dann würde sie mit einer roten Markierung gekennzeichnet werden. So gilt: Wenn ein Busfahrer während der Fahrt das Warnblinklicht einstellt, gilt für die anderen Verkehrsteilnehmer ein Überholverbot. Stehende Busse mit eingeschaltetem Warnblinklicht dürfen zwar überholt werden, aber nur in Schrittgeschwindigkeit – was im Übrigen auch für den vorbeifahrenden Gegenverkehr gelte.

Dass am Meyerholz häufig zu schnell gefahren werde – am Ortsausgang werde zu früh aus Gas, am Ortseingang zu spät auf die Bremse getreten –, darüber war sich der Ortsrat weitestgehend einig. „Die Wahrheit ist aber auch: Das sind wir oft wir selbst, die da zu schnell fahren“, sagte Binder unter der Zustimmung anderer Ortsratsmitglieder. Zumal es die gleiche Problematik am anderen Ortsausgang in Richtung Herkendorf auch gebe.

Im Oktober war der Schüler mit einem Linienbus in Richtung Hameln unterwegs. Als der 11 Jahre alte Junge an der Bushaltestelle Halvestorf-Meyerholz aus dem Bus stieg und hinter dem wieder anfahrenden Bus die Straße überquerte, wurde er von einem in Richtung Hope fahrenden VW Golf angefahren. Das Kind hatte sich schwere Verletzungen zugezogen.



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