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Neuralgischer Punkte in Hastenbeck

Ungelöste Verkehrsprobleme

HASTENBECK. Raser, die bis nach Hastenbeck hinein mit Tempo 100 fahren, schlechte Sichtverhältnisse aus kleinen Sträßchen auf den Verkehr in der Durchgangsstraße und ein fehlender Zebrastreifen vor der Grundschule – das alles sind Probleme, die den Ortsrat von Hastenbeck schon längere Zeit beschäftigen.

veröffentlicht am 11.03.2018 um 21:29 Uhr

Gegen die beklagte Raserei zwischen Hagen ohsen und Hastenbeck hilft möglicherweise nur eine Straßenverschwenkung wie an der Einfahrt nach Tündern. Foto: wft
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Wolfhard F. Truchseß Reporter
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Die Beseitigung einiger kleinerer Probleme konnten nach einer Ortsbesichtigung mit Andreas Seidel, dem Leiter der Abteilung Recht und Ordnung der Stadtverwaltung, zwar beim städtischen Bauhof in Auftrag gegeben werden, harren aber teilweise noch ihrer Erledigung, hieß es auf der Ortsratssitzung in Hastenbeck. Vor allem musste Seidel dem Ortsrat mitteilen, dass er für einige der bei der Ortsbegehung festgestellten neuralgischen Punkte in Hastenbeck aus unterschiedlichen Gründen keine Lösung anbieten kann.

So sehen weder Seidel noch die Verkehrspolizei einen Anlass, auf der Einfahrt von Hagenohsen nach Hastenbeck zwischen der Kreuzung und dem Ortsschild Tempo 70 anzuordnen. „Bösartige Fahrer werden ihr Tempo wegen eines Tempo-70-Schildes trotzdem nicht drosseln“, erklärte Seidel, „da hilft sicherlich nur eine Fahrbahnverschwenkung, wie sie an der Einfahrt von Tündern eingerichtet wurde“. Dafür sei aber derzeit im Haushalt kein Geld vorgesehen. Außerdem sei die Verkehrssicherheit dort nach Festellung der Polizei und des Trägers der Straße nicht gefährdet.

Den Zebrastreifen, den sich der Ortsrat an der Grundschule wünscht, wird es nicht geben. „In Tempo-30-Zonen werden keine Zebrastreifen angelegt“, erklärte Seidel. Selbst für den seltenen Ausnahmefall reichten die Verkehrszahlen nicht aus. Wo Zebrastreifen heute in Tempo-30-Zonen zu sehen seien, seien sie vor Einführung von Tempo 30 angelegt worden.

An der Sandbeeke gibt es praktisch keine Sicht nach rechts auf die Bückebergstraße. Foto: wft
  • An der Sandbeeke gibt es praktisch keine Sicht nach rechts auf die Bückebergstraße. Foto: wft
Für die gefährliche Einmündung an der Angerburger Straße gibt es derzeit keine Lösung. Foto: wft
  • Für die gefährliche Einmündung an der Angerburger Straße gibt es derzeit keine Lösung. Foto: wft

Einen Spiegel gegenüber der südlichen Einfahrt der Sandbeeke auf die Bückebergstraße zu installieren, hält Seidel für nicht sinnvoll. „Spiegel geben eine verzerrte Sicht auf die Straße wider und sorgen für mehr Sicherheit nur bei Autofahrern, die diese Einrichtung regelmäßig nutzen.“ Dass der südliche Teil der Sandbeeke eine unbefestigte Straße ist, die nur von Ortskundigen befahren wird, kam aber nicht zur Sprache. „Der Bundesgerichtshof hat festgelegt, dass sich der Autofahrer in solchen Situationen zentimeterweise vortasten muss, bis er freie Sicht hat. So sind die Regeln“, betonte Seidel. Tatsächlich wurde die Einsicht auf die Bückebergstraße an der gegenüberliegenden Einfahrt von der Sandbeeke durch einen Spiegel verbessert, und auch ein zweiter Spiegel an einer Kurve der Bückebergstraße sorgt für gut Einsicht in den hinter der Kurve liegenden Straßenbereich.

Auch den Wunsch des Ortsrates, das Ortsschild an der Einfahrt am Quartier der Angerburger Straße um gut 300 Meter in Richtung Hameln zu verlegen, um die Geschwindigkeit der von Hameln kommenden Fahrzeuge zu drosseln, lehnte Seidel aus rechtlichen Gründen ab. „Wir haben vor der Einfahrt von der Angerburger Straße bereits Tempo 50 eingerichtet. Was soll da noch die Verlegung des Ortsschildes?“, fragte Seidel. Dass die Sicht an der Einfahrt in Richtung Hameln durch die dort stehenden Alleebäume schwierig sei, könne allenfalls durch das Fällen eines Baumes verbessert werden. Dagegen hätte die Verkehrsbehörde nichts, wohl aber das Umweltamt, betonte Seidel.

Ein letzter Punkt betraf die Afferder Straße. Hier wünscht sich der Ortsrat eine Tonnage-Begrenzung, um Lastzüge fernzuhalten, weil an den Engstellen immer wieder Dachrinnen beschädigt würden. „Geht nicht“, sagte Seidel, „das ist eine öffentliche Straße, auf der auch Lastzüge und landwirtschaftliche Fahrzeuge fahren dürfen. Daran lässt sich nichts ändern.“



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