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Hamelnerin soll auf der Fahrbahnmitte gestanden haben / Auto erfasst 24-Jährige – sie war sofort tot

Unfallhergang gibt Rätsel auf

Hameln. Die junge Frau, die am Sonntagabend bei einem Verkehrsunfall auf dem Ostertorwall ums Leben gekommen ist, stammt aus Hameln. Die 24-Jährige war um 21.15 Uhr in Höhe des Senior-Schläger-Hauses von einem stadteinwärts fahrenden BMW erfasst worden.

veröffentlicht am 09.09.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 18.01.2017 um 09:22 Uhr

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Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Ein Zeuge (18) berichtete der Polizei, die Fußgängerin habe die Fahrbahn überqueren wollen, in der Mitte der Straße gestanden und gewartet. Offenbar wollte sie ein Auto, das in Richtung Münsterbrücke unterwegs war, vorbeifahren lassen. Der 30 Jahre alte Fahrer des BMW Kombi sagte, er habe die Frau nicht gesehen.

Der Hamelner war vom Münsterwall kommend über die Kreuzung an der Rattenfängerhalle auf den Ostertorwall gefahren. Auf dem Beifahrersitz saß eine 19-Jährige. Wie schnell der 5er BMW war, steht bislang nicht fest. Unklar ist auch, warum der Autofahrer die Fußgängerin nicht bemerkt hat. Alkohol oder Drogen scheiden nach Angaben der Polizei als Unfallursachen aus. Gegen den Mann werde wegen fahrlässiger Tötung ermittelt, sagte gestern Oberkommissar Jens Petersen. Der Führerschein des Autofahrers und sein Fahrzeug seien nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Hannover sichergestellt worden. Die Ermittler des für Verkehrsdelikte zuständigen 7. Fachkommissariats haben bei der Staatsanwaltschaft ein Unfallrekonstruktionsgutachten angeregt.

Autofahrer und Beifahrerin seien körperlich unverletzt geblieben, hätten jedoch unter dem Einfluss des Geschehens gestanden, sagte Petersen. „Die junge Frau hat einen Schock erlitten.“ Auch dem Augenzeugen ging es nicht gut. Die Besatzung eines Rettungswagens habe ihn vor Ort medizinisch versorgen müssen, hieß es.

An dieser Stelle wurde die junge Frau von dem stadteinwärts fahrenden Auto erfasst. Für sie kam jede Hilfe zu spät.

Polizisten haben stundenlang Spuren gesichert, markiert und fotografiert. Ein Tatort-Team unterstützte die Ermittler des Einsatz- und Streifendienstes. Ein angeforderter Unfallanalytiker der Polizeiinspektion habe zudem ein spezielles Tatortaufnahmeverfahren durchgeführt, sagte Petersen. „Wir sprechen von einer rechnergestützten fotografischen Beweissicherung. Ein Computerprogramm erstellt mithilfe der am Unfallort gefertigten Spurenbilder maßstabsgerechte Skizzen, die von Experten ausgewertet werden können.“ Man lasse nichts unversucht, um den Hergang zu ermitteln, sagte Petersen. Zeugen werden gebeten, sich mit den Unfallermittlern in Verbindung zu setzen. Telefon: 05151/933-222.



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