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Abgefräste Kante erschreckt Autofahrerin – plötzliches Bremsmanöver / Polizei im Dauereinsatz

Unfall in der Baustelle

Hameln. Jede Menge Auffahrunfälle, ein gestürzter Mopedfahrer, eine angefahrene Seniorin, dazu eine Unfallflucht und Alkohol am Fahrradlenker. Über mangelnde Arbeit konnten sich die Hamelner Streifenpolizisten am Wochenende wahrlich nicht beschweren. Besonders am Samstag krachte es auf den Straßen im Stadtgebiet fast im Stundentakt.

veröffentlicht am 02.09.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 15:21 Uhr

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Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Der Situation im Baustellenbereich an der Pyrmonter Straße geschuldet sein dürfte ein Auffahrunfall, der sich nur 100 Meter vom Fußgängerüberweg ereignete. Eine 66-jährige Daewoo-Fahrerin aus Schieder-Schwalenberg fuhr gegen 17.35 Uhr von der Münsterbrücke stadtauswärts in Richtung der Auffahrt zur Pyrmonter Straße. Die Frau muss sich erschrocken haben, als sie eine für Asphaltierungsarbeiten in den Straßenbelag gefräste Kante bemerkte.

Die Autofahrerin aus dem Kreis Lippe trat auf die Bremse. Ein ihr folgender BMW, der von einem 47-jährigen Mann gesteuert wurde, bremste ebenfalls. Ein nachfolgender VW Polo-Fahrer aus dem Landkreis Osnabrück muss die Situation nicht erkannt haben – der Kleinwagen fuhr dem BMW ins Heck. Drei Personen wurden bei dem Unfall verletzt. Unter den Insassen im BMW befand sich ein sechs Jahre altes Kind, das sichtlich unter dem Unfallgeschehen litt. Hier diente ein Plüschtier als Beruhigungsmittel. Mit einem „Trostteddy“ konnte die den Unfall aufnehmende Streifenwagenbesatzung das Kind auf andere Gedanken bringen. Die Höhe der an den Fahrzeugen entstandenen Schäden schätzt die Polizei auf 8500 Euro.

Am Samstagvormittag ereignete sich auf der Talstraße in Klein Berkel ein Verkehrsunfall, bei dem ein 18-jähriger Mopedfahrer verletzt wurde. Der Hamelner war gegen 11 Uhr mit seinem Leichtkraftrad auf der Talstraße in Richtung Grabbestraße unterwegs. Hinter der Einmündung zum Erlenweg musste der junge Mann nach eigenen Angaben verkehrsbedingt stark abbremsen. Auf regennasser Fahrbahn rutschte das Zweirad beim Bremsversuch jedoch geradeaus weiter und prallte gegen ein Straßenrand abgestelltes Motorrad. Durch den Aufprall wurde das Motorrad gegen ein davorstehendes Auto gestoßen. Der 18-Jährige stürzte und zog sich Verletzungen zu. An den Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von 1600 Euro.

Um kurz vor 12 Uhr wurde eine Seniorin auf einem Zebrastreifen von einem Auto angefahren. Die 87 Jahre alte Frau wollte den Pflümerweg überqueren, nutzte den dortigen Fußgängerüberweg. Als eine 27-jährige Autofahrerin von der Klütstraße in den Pflümerweg abbog, muss die Hamelnerin die Fußgängerin offensichtlich übersehen haben. Die ältere Frau wurde vom Opel Corsa erfasst und zu Boden geschleudert. Die verletzte Seniorin wurde mit einem Rettungswagen in eine Hamelner Klinik gefahren. Am Auto soll ein Sachschaden von 500 Euro entstanden sein.

Auch auf der Deisterstraße war es am Samstag zu einem Auffahrunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen gekommen. Um kurz vor 13 Uhr musste ein stadtauswärts fahrender 69 Jahre alter Mann aus Duingen seinen Wagen an einer Ampelanlage in Höhe der Bahnhofstraße stoppen. Ein folgender Mercedes, der von einem 73-jährigen Hamelner gesteuert wurde, hielt ebenfalls an, was von einem 20 Jahre alten Golf-Fahrer offensichtlich nicht rechtzeitig bemerkt wurde. Der VW des Mannes aus Extertal krachte auf den Mercedes. Der Hamelner wurde beim Aufprall leicht verletzt und mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren. Der Sachschaden an den Fahrzeugen beträgt 2500 Euro.

An der Unfallserie war auch ein Streifenwagen der Hamelner Polizei beteiligt. Wie auf Anfrage zu erfahren war, kollidierte das Polizeifahrzeug bereits am Freitagnachmittag auf der Scharnhorststraße mit einem Fahrrad – der Mann auf dem Rad wurde dabei leicht verletzt. Der Radfahrer hatte dem Streifenwagen an der Einmündung zur Sandstraße die Vorfahrt genommen und wurde vom Frontbereich des Autos erfasst.

Damit nicht genug: Der Radler soll zudem unter Alkoholeinfluss unterwegs gewesen sein, so die Polizei. Ein Alkomat-Test soll eine Atemalkoholkonzentration von 0,7 Promille ergeben haben, heißt es. Gegen den 19-jährigen Hamelner wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs infolge von Alkoholkonsum eingeleitet. Am Einsatzfahrzeug entstand ein Schaden von zirka 1500 Euro.



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