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Feuerwehr muss Jungen befreien / Ist der Abstand der Metallrohre zu groß?

Unfall auf Bolzplatz: Kind steckt mit Kopf im Fußballtor fest

Hameln. Es geschah am frühen Abend auf dem Bolzplatz an der Hamelner Uferstraße und hätte für einen sechsjährigen Jungen böse ausgehen können – nur gut, dass der Erstklässler nicht allein war, als er auf das aus Eisenrohren gefertigte Fußballtor kletterte. Der kleine Aybars steckte beim Spielen seinen Kopf durch die Metallstreben – und saß fest. Seiner Mutter und einem befreundeten Ehepaar gelang es nicht, den Eingeklemmten zu befreien. Die Feuerwehr wurde gerufen. Weil die im Abstand von etwas mehr als 13 Zentimetern montierten Rohre im oberen Bereich mit einem Flacheisen-Band verbunden sind, lassen sie sich nicht so einfach auseinanderbiegen. „Wir mussten behutsam und überlegt vorgehen“, sagt Hauptbrandmeister Andreas Kracht. Mit einer Bügelsäge wurde zunächst ein Verbindungsstück entfernt. Danach gelang es, die Rohre mit einer Brechstange auseinanderzubiegen. Der Junge wurde während dieser Zeit abwechselnd von seiner Mutter und von zwei weiteren Erwachsenen gehalten. Er hatte Glück im Unglück, kam mit dem Schrecken davon. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn das Kind allein gewesen wäre und sich nirgendwo hätte abstützen können.

veröffentlicht am 10.03.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 10.10.2017 um 09:13 Uhr

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Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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In Kindertagesstätten müssen Stäbe von Geländern extra eng gesetzt werden, damit niemand mit dem Kopf dazwischengeraten kann. Bei Treppen- und Brüstungsgeländern sollte der Abstand zwischen den Streben kleiner als zwölf Zentimeter sein, erklärt ein von der Dewezet befragter öffentlich bestellter und vereidigter Gutachter. Ob diese Sicherheitsregel auch für Fußballtore auf Bolzplätzen gilt, weiß der Experte allerdings nicht. Die Stadt Hameln will sich das Metalltor genau anschauen und untersuchen, ob es etwas zu verbessern gibt. „Dieses Fußballtor entspricht der Norm“, sagt Behördensprecher Thomas Wahmes – und fügt hinzu: „Ein solches Tor ist kein Klettergerüst. Jede Nutzung anderer Art birgt enorme Risiken.“ Im Übrigen handele es sich um einen Bolz- und nicht um einen Spielplatz. Klettergeräte, mutmaßt Wahmes, müssten vermutlich besonders eng gesetzte Streben haben. „Bei einem Tor gelten andere Maßstäbe“, meint die Stadtverwaltung.



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