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Große Schäden am Weserbergland-Zentrum

Undichtes Dach, feuchte WändeundWasserimKeller

Hameln (ni). Wasser tropft durch die Decke, Wasser steht im Aufzugsschacht. Wasser ist in die Außenwände des Tiefgeschosses eingedrungen, hat den Stahlträgern zugesetzt und den Bodenfliesen im Inneren. Wasser ist durch oben offene Alu-Profile unter die Dichtungsfolie gelaufen und hat eine Stützwand durchfeuchtet. Die Stadt spricht von „Schäden erschreckenden Ausmaßes“: Im Weserbergland-Zentrum geben sich Handwerker die Klinke in die Hand.

veröffentlicht am 02.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 14:41 Uhr

Baustelle Weserbergland-Zentrum.  Foto: Dana
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Es ist kurz vor den Hamelner Bautagen im Februar, als sich auf dem Parkettfußboden des Weserbergland-Zentrums (WBZ) eine kleine Pfütze bildet. Es tropft von der Saaldecke. Die Stadt ist alarmiert und schaltet eine Dachdeckerfirma ein. Auf dem 13 Jahre alten Flachdach machen sich Mitarbeiter des Betriebes auf die Suche nach dem Leck. Und das liegt bei Flachdächern nur ganz selten exakt über der Stelle, aus der das eingedrungene Wasser ins Innere tropft. „Wasser sucht sich seinen Weg“, sagen die Fachleute und wissen, dass ihnen eine Sisyphusarbeit bevorsteht.

Fast ein Drittel des WBZ-Daches muss abgetragen werden, bevor die undichte Stelle gefunden ist. Die Dachbegrünung muss weichen, die Folie darunter wird quadratzentimeterweise unter die Lupe genommen. Mit Wasser und Dampf wird getestet, ob die häppchenweise freigelegten Flächen dicht halten. Zwei Monate dauert die Prozedur, dann haben die Dachdecker die Nadel im Heuhaufen aufgespürt: ein Leck im Bereich eines Dachablaufschachtes. Der Schaden ist mittlerweile behoben.

Noch während die Handwerker mit dem Dach beschäftigt sind, entdeckt Bühnentechniker Jörg Kiel im Keller des Hauses die nächste Lache: Im Aufzugschacht steht das Wasser zentimeterhoch. Die Verwaltung beauftragt einen Baugutachter, der Ursache auf den Grund zu gehen. Und der findet die Quelle des Übels in den Lichtschächten zu beiden Seiten des WBZ-Eingangs: Die Gullys sind defekt.

Alu-Profile wurden zu Fallrohren

Statt in die Kanalisation zu fließen, drückt das Wasser, das sich in diesen Gräben sammelt, ins Mauerwerk. Und das offenbar schon lange. Denn nicht nur unter den Bodenfliesen im Tiefgeschoss ist es nass geworden. Auch die Stahlträger des Gebäudes haben durch die Feuchtigkeit gelitten und Rost angesetzt. Die Gullys sind inzwischen in aufwendiger Handarbeit wieder instand gesetzt; der Fliesenboden entlang der Fenster im Untergeschoss muss noch saniert werden.

Beim Lichtschacht rechts neben der Tür taucht ein weiteres Problem auf: nämlich oben offene Alu-Profile an den Fenstern, die das Wasser wie durch ein Fallrohr nach unten leiten. Und weil diese Profile nicht oberhalb der Dichtungsfolie enden, sondern unten bis hinter die Wassersperre reichen, kann die Nässe über Jahre hinweg ungehindert in die Wand eindringen.

Wie viel Geld die Stadt für Baugutachter und Reparaturen des WBZ auf den Tisch legen muss, ist noch nicht bekannt. Die Endabrechnung stehe noch aus, heißt es aus dem Rathaus, „aber für 10 000 Euro wird das alles wohl nicht zu haben sein“.



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