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Keine neuen Untersuchungen im Zwillingsfall

Und wer ist nun der Vater des Kindes?

Springe/Celle (tis). Im Fall der Springer Zwillinge, die als Vater für ein heute neun Jahre altes Kind einer Hamelnerin infrage kommen, wird das Oberlandesgericht Celle keine weiteren Untersuchungen in Auftrag geben, um die eindeutige Vaterschaft eines der beiden Männer festzustellen. Die Kosten eines weiteren, komplizierten Gutachtens sind unbekannt, dürften aber erheblich sein. Ein erstes Gutachten kostete rund 95 000 Euro.

veröffentlicht am 01.02.2009 um 21:04 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 13:41 Uhr

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Zwillinge hatten

Verkehr mit Mutter

Der Springer Thomas L., der als Zwilling 1998 genauso wie sein Bruder sexuell mit einer Hamelnerin, die dann ein Kind zur Welt brachte, verkehrt hatte, war zunächst vom Familiengericht des Amtsgerichts Hameln zum Vater des heute neunjährigen Kindes erklärt worden. Ohne wissenschaftliche Fakten wollte Thomas L. diese Vaterschaft aber nicht anerkennen. So kam es zu einer Verhandlung vor dem Oberlandesgericht Celle, das Wissenschafter beauftragte, unter den beiden Männern den richtigen Vater trotz der bei eineiigen Zwillingen identischen Erbanlagen zu finden. Ein erstes Gutachten vom Institut für Humangenetik an der Medizinischen Hochschule Hannover, das wissenschaftlich-technisches Neuland betrat, brachte kein Ergebnis.

Am Verhandlungstag Ende vergangener Woche wurden die Mutter des Kindes und der Bruder von Thomas L. als Zeugen angehört. Neue Erkenntnisse, wer als Vater des Kindes infrage kommt, gab es nach Angaben des Verteidigers von L., Roman von Alvensleben, aber nicht. Obwohl die Wissenschaftler sich zuversichtlich zeigten, bei weiteren Untersuchungen doch zu einem Ergebnis zu kommen, machte das Gericht deutlich, dass es darauf verzichten werde. Die Kosten seien „horrend“.

Am Mittwoch, 4. März, will das Gericht zu einem Urteil kommen. Möglich, dass die Vaterschaft nie einwandfrei zu klären ist und das Gericht daher die Klage auf Feststellung der Vaterschaft abweisen wird.



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