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Der Sommer kommt – das Hallen-Freibad nicht / Aber es gibt alte neue Pläne

Und jährlich grüßt das Kombibad

Hameln. Die Temperaturen steigen, und allerorten werden die Freibäder für die kommende Saison präpariert. In Hameln reduzieren sich die Tätigkeiten in den Schwimmbädern ebenfalls nur auf Ausbesserungsarbeiten, denn der große Wurf lässt weiter auf sich warten.

veröffentlicht am 10.04.2015 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:16 Uhr

Dorothee Balzereit

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Dorothee Balzereit Reporterin / ViaSaga zur Autorenseite
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Viel weiter als vor drei Jahren, als eigens ein Arbeitskreis gegründet wurde, ist man immer noch nicht. Obwohl mit dem Amtsantritt von Claudio Griese als Oberbürgermeister zu erwarten war, dass Bewegung ins Thema kommt – schließlich hatte sich der Christdemokrat bereits 2012 dafür ausgesprochen, nicht zu sanieren, sondern einen größeren Sprung zu wagen. Anders als Amtsvorgängerin Susanne Lippmann sieht er auf lange Sicht mehr Einsparungen durch ein neues Kombibad und hat sich dessen Verwirklichung nach der Wahl auf den Zettel geschrieben.

Doch die Umsetzung läuft zäh. Eine Entscheidung soll erst in der zweiten Jahreshälfte fallen, so Griese. Der Grund: Andere Projekte im Fachbereich Bauen und Planen haben Vorfahrt. Genannt seien an dieser Stelle die Sporthalle Nord, das Schulzentrum Nord oder die neuen Brandschutzauflagen in der Kita Domeierstraße. Er sei selbst überrascht, wie sehr sich die Projekte in die Länge ziehen, räumt Griese ein. Die Frage, ob das Thema angesichts seiner eigenen epischen Länge ein Luxusthema sei, das immer wieder auf die lange Bank geschoben werde, verneint er allerdings entschieden. Schon wegen des Lochs von 1,4 Millionen Euro, das die Bäder jährlich im Haushalt reißen, stimme das nicht.

„Wir haben trotzdem den Ehrgeiz, das nebenbei vorzubereiten“, sagt Griese. Von vorne müsse man ja nicht anfangen. Der Arbeitskreis hat den Ist-Zustand bereits einmal dargestellt. Danach fand er allerdings nicht wieder zusammen.

Vor dem zweiten Treffen gelte es deshalb, „zukunftsorientierte Handlungsalternativen“ zu erarbeiten. Man könnte auch sagen: Nachhaken, ob potenziell Beteiligte mitmachen wollen. Das eine oder andere Gespräch ist wohl hinter verschlossenen Türen bereits geführt worden. „Spruchreif ist noch nichts“, sagt Griese.

Geklärt werden muss neben der Kosten- und Standortfrage die Rechtsform. Möglich wäre eine Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) oder eine eigene Bädergesellschaft. Als potenzieller Investor und Betriebsführer sind – nach dem Vorbild anderer Städte – immer wieder die Stadtwerke im Gespräch.

Die Diskussion darüber sei dort auch angekommen, sagt Ursula Wehrmann, Fraktionsvorsitzende der Grünen, und die Bereitschaft, eine gemeinsame Lösung zu finden, wäre ebenfalls erkennbar gewesen. „Wir schätzen das Know-how der Stadtwerke“, sagt sie.

Die begleitende Debatte, ob ein Kombibad wegen möglicher höherer Eintrittspreise sozial verträglich sei, sind sowohl Griese als auch Wehrmann leid. Schließlich geht es nur um die Zusammenlegung von Frei- und Hallenbad, nicht um die Errichtung eines Spaßbades.

Eins spricht jedenfalls dafür, dass es mit der Planung diesmal klappt: Das anhaltend niedrige Zinsniveau lädt geradezu zum Bauen ein.



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