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Neues Entwässerungssystem versagt beim Unwetter / Stadt verspricht Abhilfe

... und ewig säuft der Tunnel ab

Hameln. „Kleine Abkühlung gefällig?“ Wer sucht die nicht an heißen Tagen? Und wenn es auch nur ein erfrischendes Fußbad in hochgekrempelten Hosen ist. Hameln hat dafür einen Geheimtipp, zumindest nach einem ordentlichen Regenschauer. Obwohl, so geheim ist der Tipp nun doch nicht.

veröffentlicht am 21.06.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 18:21 Uhr

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Autor:

vON fRANK nEITZ
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Schon seit Jahren stand die Eisenbahnunterführung in der Tunnelstraße bei Starkregen unter Wasser, immer wieder blieben Autofahrer in den trüben Fluten stecken. Während des Gewitterschauers am Donnerstag, laut Angabe der Stadtwerke fielen „nur“ 13,8 Liter Wasser pro Quadratmeter, blieben erneut vier Pkw im Tunnel liegen.

Eigentlich sollte damit Schluss sein. Im Zuge der im letzten Jahr erfolgten Bauarbeiten an der B 1 wurde auch ein Entwässerungskonzept für den Tunnel entwickelt und umgesetzt. „Damit solle verhindert werden, dass der Tunnel allzu schnell geflutet wird“, hieß es damals aus dem Rathaus. Kostenträger war der Bund, die Stadt Hameln übernahm die Bauleitung.

Über die Kosten konnte die Stadt keine Angaben machen. „Das Problem konnte nicht beseitigt werden. Blätter haben sich vor den Ablauf gesetzt,“ berichtet Ute Weiner-Kohl, Fachbereichsleiterin Planung beim Straßenbauamt. Laut Weiner-Kohl ist das eine Unterhaltungssache. Da gebe es Vereinbarungen mit der Stadt, die auch die Bundesstraßen im Stadtgebiet betreut. Die Kapazität der Entwässerung sei verdoppelt und ein neuer Abflussschacht eingebaut worden, ist von Stadtsprecher Thomas Wahmes zu erfahren. Das Problem sei die Menge an Wasser, die in kurzer Zeit gefallen war – und verstopfte Auffangeimer. „Die Ursache ist erkannt. Gullys haben sich mit Blättern und Ästen zugesetzt, eindeutig. Sonst wäre das nicht passiert“, erklärt der Pressesprecher. Zweimal im Jahr habe die Stadt die Abflüsse ordentlich gereinigt. „Wir sind verantwortlich. Doch auch wenn wir am Vortag des Regenfalls gereinigt hätten, wäre es passiert“, versichert Wahmes. Jetzt will die Stadt handeln, und zwar kurzfristig: Die massiven Aufsatzroste sollen durch welche mit größeren Schlitzbreiten ersetzt werden. Auch die Auffangeimer in den Gullys sollen entfernt werden.



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