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Theaterfest: Verspielter Start in die neue Saison mit neuem Chef

Und dann und wann ein kleiner Elefant

veröffentlicht am 11.09.2016 um 18:09 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:42 Uhr

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Autor:

Richard Peter
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Von Kinderschminken und Fotos in Kostümen aus dem Fundus bis zu den Pädagogian Harmonists als furioses Finale, fast so etwas wie der Radetzkymarsch als Schlusspunkt beim Wiener Neujahrskonzert. Dazwischen: und dann und wann ein kleiner Elefant. Liebenswert verspielt, ein bisschen renitent auch, trötend, mit den Ohren wackelnd, auch furzend – und manchmal fragt man sich, ob er nicht doch echt sein könnte.

Obligat besetzt, weil’s einfach dazugehört: die Märchentante. Und was wäre ein Theaterfest ohne Traute Römisch, diesmal auf der Vorbühne, wo sie aus „Boy“ von Roald Dahl las – aber was heißt schon „las“: spielte. Buchfink heißt er und so hat er auch sein Theaterchen genannt und spielte im TAB (Theater auf der Bühne) – wo er auch sonst spielt – sein „Josephine und Parzival“. Es durfte wieder gekräht werden. Und überschneidend – aber so ist das nun mal, wenn an allen Ecken und Enden etwas läuft: Hamelns Hausbühne seit Jahrzehnten, das Landestheater Detmold, das auch diesmal wieder für märchenhafte Dekorationen gesorgt hat und mit zwei Schauspieler-Sängern und einer Pianistin anreiste, die in letzter Minute für erkrankte Kollegen eingesprungen waren. So gab’s von Markus Hottgenroth zwei Chansons, einmal Aznavours „Du lässt Dich geh’n“ und Piafs „La foule“, beides auf französisch. Thomas Ehrlichmann, junger Neuerwerb der Detmolder, begleitete sich selbst auf der Gitarre mit „I remember“ womit er auch vorgespielt hatte und engagiert wurde und zwei weiteren Songs, darunter eine Eigenkomposition und Sachie Mallet mit einem Klavier-Solo. Hinreißend die Lesung mit Cornelie v. Blum und Dramaturgin Ilka Voß aus „Der Tod und ich“ mit Potenzial auf Dauerabo auf den Seller- und Bestenlisten. Mark Twains „Ein Bummel durch Europa“ – erster Auftritt des neuen Theaterchefs, gepaart mit einem erfahrenen „Rezitations-Hasen“, Jürgen Schoormann. Und auch die „bremer shakespeare company – so oft schon Gast in unserem Aalto-blauen Theater, das einfach immer wieder nur schön ist, ließ es sich nicht nehmen, sich beim Publikum verdienten Applaus abzuholen. Und gar nicht hoch genug zu rühmen: die neugestaltetenToiletten. Doch Vorsicht: die Geschlechter wurden getauscht, wo früher die Männer durften, dürfen jetzt die Frauen. Das ist gewöhnungsbedürftig, wenn man jahrzehntelang immer über die selbe Treppe eilte. Einige Work- und Tanzshops auch im Kunstkreis, der das Theater mit einer Kaffeetafel verband. Führungen – und einfach: ein riesen Theater ums Theater – ganz ohne großes Theater.

Besonderer Spaß: Fotos in Kostümen aus dem Fundus. Foto: Dana


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