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TV-Therapeutin Sabina Hankel-Hirtz über die Sehnsucht nach Aufmerksamkeit

„Umkehrung einer Opferrolle“

Jugendliche mit Problemen werden im Fernsehen ,,öffentlich“, oft würden sie dadurch erst Recht zum ,,Opfer“ in sozialen Medien – wie wollen Sie die Jugendlichen davor schützen?

veröffentlicht am 17.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 06:41 Uhr

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Sabina Hankel-Hirtz: „Meiner Erfahrung nach sehen die Teenies eine Chance darin, wenn sie sich an mich und die Sendung ‚Teenager in Not‘ wenden. Sie haben den Mut und wollen mit gutem Beispiel voran gehen, indem sie sich bewusst öffentlich Hilfe holen. Das ist die Umkehrung einer Opferrolle: Sie wollen sich ‚outen‘ und sagen, bis hier hin und nicht weiter. Viele empfinden das als Befreiungsschlag und sehen sich eher in einer Vorbild-Funktion. So bekommen viele auch endlich die Aufmerksamkeit, nach der sie sich dringend sehnen. Außerdem lassen wir bei der Produktion der Sendung die größtmögliche Sorgfalt walten. Natürlich bleiben bei intimen Gesprächen die Kameras aus und auf Wunsch der Jugendlichen werden manche Inhalte nicht vermittelt.“

Wenn aus Jugendlichen Erwachsene werden, kann ihnen ihre eigene Vergangenheit in die Quere kommen – mittlerweile sind sie ,,auf dem richtigen Weg“, aber dass sie einmal im TV mit ihrer Geschichte waren, können sie dann später kaum verheimlichen.

Sabina Hankel-Hirtz: „Die Jugendlichen waren im TV mit ihrer Geschichte zu sehen – zu sehen war, dass sie sich aus ihrem Leidensdruck heraus Hilfe geholt haben und mutig an ihren Konflikten gearbeitet haben. Sie können sagen: ‚Das bin ich, das ist meine Geschichte und ich habe mich meiner Lernaufgabe gestellt.‘“hen



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