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Umfrage: Welche neue Weserbrücke ist Ihr Favorit?

Drei Varianten einer neuen Fußgänger- und Fahrradfahrerbrücke über die Weser in Hameln standen zur Wahl. Der Hamelner Umweltausschuss plädierte am 1. Juli einstimmig dafür, die alte Eisenbahnbrücke wieder zu nutzen. Der Stadtrat, der am 21. Juli tagen wird, dürfte dieser Beschlussempfehlung folgen. Wir wollen weiterhin Ihre Meinung wissen: Welche Variante finden Sie am besten?

veröffentlicht am 30.06.2021 um 05:00 Uhr
aktualisiert am 02.07.2021 um 12:52 Uhr

Hier könnten die neuen Übergänge an der Weser entstehen:

Variante 1 - eigenständige Quere

Sie würde als Stabbogenbrücke mit 115 Meter Spannweite vom linken Weserufer in Höhe der Bootshäuser in Richtung der Hundesportplätze auf der Ostseite führen. Sie böte den direkten Anschluss an den Radweg nach Klein Berkel/Wangelist beziehungsweise an die Promenade. Auf beiden Seiten gäbe es 80 Meter lange behindertengerechte Rampen. Bei 4 Meter Breite könnten Fußgänger und Radfahrer auf der Brücke konfliktfrei einander passieren. „Der Fahrkomfort ist durch die Abgrenzung vom Straßenverkehr sehr hoch“, schreiben die Experten, die Anbindung zum Weserradweg sei gut. Die Verbindungsfunktion verbessere sich um 1,0 auf 2,6 Kilometer. Bei Hochwasser können Sperrungen nötig werden. Grunderwerb wäre nicht nötig. Fördergelder ständen in Aussicht. Geschätzte Baukosten: 5,4 Millionen Euro.

Variante 2 – Anbau an die Südumgehung

Der Rad- und Gehweg – ebenfalls 4 Meter breit, würde oben an der Steilkante bei Fort Luise beginnen. Die Anbindung auf dem Ostufer durch eine 180 Meter lange behindertengerechte Rampe – in Richtung Weser-Radweg/Hafenquere – hätte die Stadt zu übernehmen. Weil die Bundesstraßenbrücke stark vom Autoverkehr frequentiert sein wird, wäre der Komfort für Fußgänger und Radfahrer eingeschränkt, die Zufahrt von der abseits der B 1 gelegenen Radroute würde wegen des Höhenunterschieds über eine Rampe erfolgen müssen. Die Streckenlänge verkürze sich um 1,3 auf 2,3 Kilometer. Grunderwerb wäre voraussichtlich nicht nötig. Geschätzte Kosten für Anbau und Rampen: 4,5 Millionen Euro; die Hälfte würde der Bund tragen, den späteren Unterhalt der Brücke übernähme er ganz. Der Baustart des Jahrhundertprojektes Südumgehung ist weiter unklar, die Brücke würde wohl nicht vor 2030 fertig.

Variante 3 – Umbau Eisenbahnbrücke

Die Stahlfachwerkkonstruktion von 1897 ist ein technisches Baudenkmal; sie wird seit Jahrzehnten verkehrlich nicht genutzt. Der Unterbau ist nach Angaben der Fachleute in Ordnung, die Herrichtung des rostenden Oberbaus zum Rad- und Gehweg wäre hingegen mit „erheblichen Instandsetzungsmaßnahmen verbunden“. Es müsste ein Brückendeck eingebaut werden. Die Zufahrt könnte mit einer Höhendifferenz von 7,5 Meter über behindertengerechte Rampen von den Promenaden aus erfolgen. Die Anbindung wäre bestens. Die Streckenlänge verkürze sich um 1,5 auf 2,1 Kilometer. Den Denkmalschutz einzuhalten, wäre eine Herausforderung. Die Gutachter sprechen zudem von immensen Unterhaltskosten und einem „hohen baulichen Risiko“. Fördergelder ständen in Aussicht. Geschätzte Kosten: 6,3 Millionen Euro.

Jetzt ist Ihre Meinung gefragt!

Umfrage

Neubau, Anbau oder Umbau - Welche der drei vorgestellten Varianten einer neuen Fußgänger- und Fahrradfahrerbrücke in Hameln finden Sie am besten?

21.8%
12.9%
65.3%
Stimmen gesamt 496


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