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Hochschul-Studie

Umfrage: Was muss eine Stadt tun, um für Betriebe attraktiv zu sein?

HAMELN. Im Rahmen eines Projektstudiums beschäftigen sich zehn Studierende der Hochschule Weserbergland (HSW) mit der Frage, was eine Stadt tun muss, um für Betriebe langfristig attraktiv zu sein? Die Umfrage unter 500 Unternehmen soll in Hameln und Rinteln erfolgen.

veröffentlicht am 26.09.2017 um 15:20 Uhr

Der Konkurrenzdruck steigt, Städte buhlen um Fachkräfte und der demografische Wandel tut sein Übriges. Immer öfter stehen Kommunen vor der Herausforderung, Unternehmen von ihrem Wirtschaftsstandort zu überzeugen. Was muss eine Stadt also tun, um für Betriebe langfristig attraktiv zu sein?

 

Im Rahmen eines Projektstudiums beschäftigen sich zehn Studierende der Hochschule Weserbergland (HSW) mit genau dieser Frage. Der Anstoß für die Untersuchung kam von der Stadt Hameln, die an dieser Stelle mit der Stadt Rinteln kooperiert. Zwar werde an beiden Standorten aktive Wirtschaftsförderung betrieben, für die Arbeit sei es aber von großem Interesse, eine aktuelle „Wasserstandsmeldung“ aus den Betrieben zu erhalten, heißt es aus den Verwaltungen.

 

Über einen Zeitraum von insgesamt zwölf Monaten werden die dual Studierenden die Wirtschaftsregion auf den Prüfstand stellen. Um einen Überblick über die aktuelle Situation zu erhalten, sollen etwa 500 Betriebe online befragt werden. Zusätzlich wollen die Studierenden etwa 15 Unternehmen persönlich besuchen, um vor Ort Interviews zu führen.

 

Die Befragungen beschäftigen sich unter anderem mit der Infrastruktur, der Verkehrsanbindung, den Bildungsmöglichkeiten vor Ort und der Zukunftsfähigkeit im Zeitalter der Digitalisierung. Die persönlichen Interviews starten in dieser Woche. Die  Onlineumfrage soll Anfang Oktober beginnen. Erste Ergebnisse werden voraussichtlich im November vorliegen. Die Studierenden wollen in einer abschließenden Projektphase ab Februar 2018 die Daten auswerten.

 

Hamelns Oberbürgermeister Claudio Griese ist gespannt auf die Ergebnisse. „Wir erhoffen uns von dieser Befragung tiefere Einblicke in die Bedürfnisse der heimischen Wirtschaft“, sagt der Rathauschef. Er dankt der Hochschule für die ausgeprägte Kooperationsbereitschaft. Die Sicht von außen auf den eigenen Standort sei unabdingbar, um Schwäche (und auch Stärken) besser zu erkennen und gegensteuern zu können.

 

„Als Stadt profitieren wir in hohem Maße von der wissenschaftlichen Auseinandersetzung der jungen Menschen mit unserem Wirtschaftsstandort“, sagt auch Thomas Priemer, Bürgermeister der Stadt Rinteln. „Wir erwarten wichtige Impulse zur Weiterentwicklung, und ganz nebenbei lernen die zukünftigen Fachkräfte die attraktive Region als Arbeits- und Lebensstandort kennen.“

 

Betreut wird die Projektgruppe von Prof. Dr. André von Zobeltitz, Professor für Marketing und Methodenkompetenz an der HSW. Er hatte sich bereits im Zuge seiner Dissertation mit der Frage nach den Einflussfaktoren auf die Wohnortwahl und die Wohnortbindung/-zufriedenheit im Landkreis Hameln-Pyrmont beschäftigt.



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