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Europa-Union diskutiert über die Verkehrsanbindung der Region

Um die S-Bahn wird Hameln beneidet

Hameln. Verliert das Weserbergland und damit auch Hameln verkehrstechnisch den Anschluss oder hat die Region den Anschluss bereits verloren? Eine klare Antwort darauf fand eine von der Europa-Union initiierte Gesprächsrunde am Freitagabend in der Volkshochschule nicht.

veröffentlicht am 25.04.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 11:41 Uhr

Autor:

Wolfhard F. Truchseß
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Das Resumee ließ sich am Ende am ehesten so zusammenfassen: Wirtschaftlich liegen das Weserbergland und Hameln deutlich hinter dem Bundesdurchschnitt, verkehrstechnisch könnte die Lage besser sein, die führenden Köpfe der Region sollten sie aber auch nicht schlechter reden, wie insbesondere Heino Menkens vom Seniorenbeirat der Rattenfängerstadt betonte.

Konzentrierte sich die Diskussion nach einem kurzen Referat des früheren KVG-Geschäftsführers Gerhard Löcker zunächst auf Fragen der Mobilität im Allgemeinen und den von allen Teilnehmern geäußerten Wunsch, durch eine bessere Vernetzung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) für eine bessere Versorgung auch der älteren Menschen auf dem Land zu sorgen, wurde in einem zweiten Diskussionsblock verstärkt über die Anbindung vor allem Hamelns an das Autobahnnetz und die Landeshauptstadt Hannover mit dem Flughafen diskutiert.

Löcker merkte dazu an, dass Hameln von Städten wie Hildesheim speziell um die sehr gute Anbindung durch die S-Bahn beneidet werde. Ihre Einführung zur Expo 2000 sei ein „richtiges Erfolgsmodell“ geworden, dass täglich von Tausenden Pendlern genutzt werde.

Um die Funktion der S-Bahn noch zu verbessern, empfahl Löcker, den Großraumtarif endlich auch für Hameln einzuführen. Das werde die Situation des Einzelhandels in der Stadt verbessern, weil die S-Bahn auch Kundschaft aus Hannover bringen werde.

Auch die Anbindung an das überregionale Autobahnnetz wurde überwiegend als ausreichend bewertet.

Lediglich in Richtung Westen könne sie besser sein, wurde bemängelt. Der Gedanke, das Weserbergland mit einer eigenen Autobahn in Richtung Göttingen, wie sie vor Jahrzehnten als Harz-Autobahn schon einmal diskutiert wurde, zu versorgen, fand keine große Resonanz. Der Ausbau der Bundesstraßen in die verschiedenen Richtungen entspreche derzeit dem örtlichen Aufkommen sowohl des Pkw- als auch des Güterverkehrs auf den Straßen.



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