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Auch Griechenland wird wieder gebucht / Nord- und Ostsee ausgebucht

Türkei bleibt gefragtes Urlaubsland

Hameln. Tunesien, Türkei, Ägypten – es sind Urlaubsländer, die derzeit immer wieder durch terroristische Anschläge in den Nachrichten auftauchen. Während Buchungen für Tunesienreisen derzeit praktisch gleich null sind, wie Gerald Schridde vom First-Reisebüro berichtet, lassen sich Urlauber von Anschlägen der kurdischen PKK nicht von Reisen in die Türkei abhalten.

veröffentlicht am 10.08.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 19:41 Uhr

Autor:

Wolfhard F. Truchseß
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„An der türkischen Riviera und an der Ägäis-Küste ist es ganz ruhig“, betont Matthias Rikotte vom Altstadt-Reisebüro. „Die Urlauber fragen zwar nach, weil sie verunsichert sind, aber ich demonstriere ihnen dann auf der Landkarte, wie weit entfernt die Region ist, in der es bisher zu Anschlägen gekommen ist.“ Außerdem seien die türkischen Hotels in der Regel gut durch Security-Kräfte geschützt. Doch empfiehlt Rikotte „neuralgische Punkte“, wie zum Beispiel Demonstrationen in Istanbul, zu meiden. Einen Rückgang bei den Türkei-Buchungen verspürt Schridde nur im Last-Minute-Bereich. Der Trend gehe in diesem Jahr stärker in Richtung Spanien und zum Badeurlaub in Marokko, glaubt er zu erkennen.

Im Gegensatz zum First-Reisebüro und Rikotte hat das Aerzener Reisebüro durchaus Kunden, die selbst nach dem schweren Anschlag von Sousse mit mindestens 30 Toten und rund hundert Verletzten und der Verhängung des Ausnahmezustandes Anfang Juli nach Tunesien gereist sind. „Wir kennen das Hotel“, hätten sie erklärt, „wir sind dort Stammgäste und bleiben nicht weg“, berichtet Astrid Hundertmark.

„Griechenland wird jetzt wieder stärker nachgefragt“, stellt Schridde fest. Habe es vor der Zuspitzung der Krise noch die Frage nach Stornierungen gegeben, gehe es jetzt mit Buchungen für die Inseln und den Peloponnes wieder aufwärts. Auch bei Rikotte läuft das Griechenland-Geschäft „unverändert“, während Astrid Hundertmark hier eher eine gewisse Zurückhaltung spürt. „Die Leute haben Sorge, selbst bei All-Inklusive-Buchungen nichts zu essen zu bekommen und fragten nach, ob man denn noch tanken könne.“

Offenbar komplett ausgebucht sind derzeit die Ferienwohnungen, Hotels und Pensionen an Nord- und Ostsee, warnen alle drei Reisebüros vor Spontanreisen an die norddeutschen Küsten. Von „extrem hoher Nachfrage“ spricht Rikotte, und Schridde bestätigt, dass „kurzfristig dort nur sehr schwer etwas zu bekommen ist“. Wer etwas weitere Wege an die Strände nicht scheue, der müsse im Landesinneren, also zum Beispiel in Lübeck oder Wismar, sein Glück versuchen.



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