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Ex-Fraktionschef Thomas Meyer-Hermann tritt überraschend aus der Partei aus / „Private Gründe“

Tschüss, CDU!

HAMELN. Thomas Meyer-Hermann, gerade erst vom CDU-Fraktionsvorsitz zurückgetreten, hat am Donnerstag – für Weggefährten völlig überraschend – auch noch sein Parteibuch abgegeben. Die Frage, ob es auf kommunaler Ebene Unstimmigkeiten in der Partei gibt, lässt er unkommentiert und beruft sich auf „private Gründe“.

veröffentlicht am 28.09.2018 um 17:22 Uhr

Hat offenbar mit seiner Partei abgeschlossen: Thomas Meyer-Hermann. Zwölf Jahre lang saß er für die CDU im Hamelner Stadtrat – jetzt ist er überraschend ausgetreten. Fotomontage: dana/Wal/dpa
Birte Hansen

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Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
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Es klang alles so harmonisch: Thomas Meyer-Hermann hatte vor einigen Wochen seinen „politischen Ruhestand“ angekündigt, trat vom CDU-Fraktionsvorsitz zurück, freute sich über seine einstimmig gewählte Nachfolgerin Birgit Albrecht und verabschiedete sich nach zwölf Jahren im Stadtrat am Mittwoch freundlich bei seiner letzten Ratssitzung von den Ratsfrauen und -herren. Um am Donnerstag – für Weggefährten völlig überraschend – auch noch sein Parteibuch abzugeben.

„Ich hatte das Gefühl, es ist Zeit“, sagte er am Freitag auf Anfrage der Dewezet. Wenn er „politisch in Rente“ gehe, dann auch „parteipolitisch“. Dass eine Parteizugehörigkeit einem nächsten Lebensabschnitt doch aber nicht im Weg stehen müsse, lässt Meyer-Hermann unkommentiert stehen. Unzufriedenheit mit der Politik der Christdemokraten im Allgemeinen? Fehlanzeige. Die Positionen der Bundespartei „teile ich durchaus, und ich stehe auch voll hinter Frau Merkel“, antwortet er auf die Frage, ob die Beweggründe für seinen Austritt in Berlin zu suchen seien. Dann gibt es auf kommunaler Ebene Unstimmigkeiten in der Partei? „Ich werde das nicht weiter kommentieren“, sagt Meyer-Hermann und beruft sich auf „private Gründe“.

Aus internen CDU-Kreisen ist von Querelen hinter den Kulissen nichts zu vernehmen. Birgit Albrecht, frisch gekürt zur CDU/UFB/DU-Fraktionsvorsitzenden, war nach eigenen Angaben völlig überrascht von Meyer-Hermanns Schritt. Er habe vorher „nichts davon angedeutet oder gesagt“, erklärt sie. „Ich bedaure das sehr“, sagt Albrecht. Noch bei der Fraktionssitzung Anfang der Woche hatte er ihr Unterstützung zugesichert für ihre Arbeit an der Spitze der Fraktion. Jetzt, sagt sie, hoffe sie, dass sie darauf künftig noch zurückgreifen könne.

Auch Gerhard Paschwitz, für die CDU seit 1976 im Rat, zeigte sich vom Austritt des Ex-Fraktionschefs überrascht. Aber letztlich müsse „das jeder selbst entscheiden“.

Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Renee Mittag, der das Amt seit Anfang dieses Jahres bekleidet, will sich zu Meyer-Hermanns Parteiaustritt nicht äußern. Das sei seine private Angelegenheit und Entscheidung. Ob die Partei gerade häufiger Austritte verzeichnet, verneint Mittag. Das sei kein Problem.



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