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Stadtmanager Mario Schiefelbein will Leerstand vorbeugen: Schon viele potenzielle Nachmieter

Trotz ECE soll's keine verwaisten Läden geben

Hameln (kar). Alarm für Hamelns Haupteinkaufsmeilen Oster- und Bäckerstraße: "New Yorker", "Nordsee", "Esprit", "Christ", "Douglas", "Yves Rocher", "WMF", "Weltbild Plus", "Basic" und andere - sie alle ziehen demnächst unter das Dach des ECE. Und lassen verwaiste Läden zurück? "Nein", sagt Mario Schiefelbein, für die meisten gebe es bereits Nachmieter: "Der Kunde wird nur merken: Da gibt es jetzt ein neues Geschäft."

veröffentlicht am 08.01.2008 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 10:41 Uhr

Schiefelbein
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Bereits vor einem Jahr hatte der Stadtmanager damit begonnen, die Hausbesitzer anzuschreiben. Ein erster Schritt, sagt Schiefelbein, umüber den Wissensvorsprung dafür zu sorgen, dass es gar nicht erst zum Leerstand kommt: "Wenn ich weiß, dass in fünf, sechs Monaten ein Mieter ein Geschäft aufgibt, kann ich mich jetzt schon um den nahtlosen Übergang bemühen und nach einem neuen Mieter Ausschau halten." Bei Hausbesitzern und Geschäftsleuten stieß die Initiative Schiefelbeins auf offene Ohren. Die inzwischen gut gefüllte Kartei des Stadtmanagers macht diesen zuversichtlich: "Für viele Geschäfte, die ins ECE ziehen, gibt es schon Nachfolger." Und einige - wie "Christ" - würden ohnehin an ihrem Standort bleiben, in der Stadt-Galerie aber zusätzliche Flächen mieten. Auch die Parfümerie Douglas ziehe nur mit einer ihrer zwei Filialen in das Center. Für andere Läden, die wie der "New Yorker" komplett ins ECE umziehen, ist Schiefelbein optimistisch, dass auch da ein reibungsloser Übergang stattfindet: "Wir haben hinter den Kulissen schon viel erreicht und Kontakte zu potenziellen Nachmietern in Oster- und Bäckerstraße. Es gibt genügend Geschäftsleute, die Ladenflächen in Hamelns 1a-Lage suchen." Das Problem allerdings sei oft die Ladenfläche. "Mehr als 400 Quadratmeter findet man in der City kaum," sagt der Stadtmanager. Filialisten aber suchen meist große Flächen, während Kunsthandwerk und Accessoires mit sehr kleinen Flächen auskommen. Doch auch 50 bis 100 Quadratmeter sind rar. Bei allem Optimismus macht Schiefelbein kein Hehl daraus: "Es wird nicht einfacher durch das ECE." Es gebe Städte, die durch ein großes Center regelrecht "an die Wand gefahren wurden". Den Vorteil für Hameln im Hinblick auf die Stadtentwicklung sieht der Stadtmanager vor allem in der zentralen Lage der Galerie mit ihrer Nähe zu anderen Innenstadt-Geschäften. "Denn bei zwei Polen würde es schwierig",meint Schiefelbein. Soll heißen: Bilden sich zwei Einkaufszentren heraus und liegen beide auch noch räumlich weit auseinander, bleibt eins meist auf der Strecke. Illusionen beugt Schiefelbein vor: "Der Kuchen wird nur anders aufgeteilt, und einige werden da nur Krümel abbekommen, die nicht zum Überleben reichen." Eine Chance für den Einzelhandel sieht der Stadtmanager vor allem in Branchenmix und Spezialisierung. AM RANDE Post nicht im ECE Hamelns Hauptpost zieht nicht in die Stadt-Galerie ein. "Die Verhandlungen mit ECE verliefen nicht so, dass es zum Abschluss eines Mietvertrages gekommen ist", erklärt Post-Pressesprecher Jens-Uwe Hogardt. Derzeit suche man nach einem geeigneten Standort im Zentrum. Bis der gefunden sei, bleibe die Post in ihrem Übergangsdomizil am Ostertorwall.

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