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Patienteninitiative auch beim Land und auf lokaler Ebene aktiv

Trotz Absage aus Berlin: Frauen kämpfen weiter um Brustzentrum

Hameln (CK). „Ruhig ist es geworden, leider nicht besser“, bedauert Gisela Hölscher. Die Mitorganisatorin einer Patienteninitiative zum Erhalt des Brustzentrums am Sana-Klinikum gibt aber in ihrem Kampf ebenso wenig auf wie ihre Mitstreiterinnen, die sich mit über 13 000 Unterschriften dafür stark machen, dass Brustkrebspatientinnen auch weiterhin wie gewohnt ihre Nachsorge am Klinikum machen lassen können.

veröffentlicht am 26.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 02:41 Uhr

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Gisela Hölscher und andere Frauen hatten sich auch an Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr gewandt. „Nach erneuter Anfrage haben zwar wir ein Antwortschreiben des Ministeriums erhalten. Eine lokale Einflussnahme sei allerdings nicht möglich“, so die Betroffene. Mit dem neuen GKV-Versorgungsstrukturengesetz seien Grundlagen geschaffen, die den Zugang zum spezialisierten Facharzt im Übergang von Klinik und in Arztpraxen ausreichend regeln, teilt der Minister mit. Die Frauen der Region wollen sich damit allerdings nicht zufriedengeben. „Eine reelle freie Wahl des Facharztes ist uns wichtig. Vielleicht gilt es aber ebenso zu definieren, wie gewinnoptimiert die Ware Gesundheit vermarktet werden darf und welche konkrete Aufsichtspflicht gegenüber Anbietern und Trägern von Gesundheitsleistungen besteht“, so Hölscher.

Eine weitere Eingabe zur ambulanten spezialärztlichen Versorgung hat die Patienteninitiative auch an die Landtagsverwaltung gerichtet. Und sie macht sich auch auf lokaler Ebene stark für ihr Ansinnen: „Über einen niedergelassenen Frauenarzt wurde uns berichtet, ,nach Sichtung der bestehenden Verträge’ haben AOK-Patienten mit einer Krebserkrankung doch Zugang zur Nachsorge in der Brustambulanz. Wir möchten aber Erwartungen dämpfen, da nach der Reduzierung der Ermächtigung nachfolgend Personal-Stellen abgebaut wurden“, berichtet Hölscher.

Bis zur Urteilsfindung des Sozialgerichtes, das über die Erteilung von Ermächtigungen durch die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) entscheiden muss, werde es dauern. „Wir sind in großer Sorge um unser Brustzentrum. Diagnostik, Therapie und Forschung im Rahmen von Brustkrebs-Studien wurden bislang patientenorientiert aus einer Hand vor Ort durchgeführt. Seit 2010 ist die Situation um die Ambulanzen des Brustzentrums in Hameln nun bereits akut.“



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