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Förderverein für Schüler „Sam“ hat nun regelmäßige Sprechstunde im Eugen-Reintjes-Haus

Trommelrhythmen zum Umzug

Hameln. Laute Trommelrhythmen hallten gestern Vormittag durch die Hamelner Innenstadt. Mehrere Dutzend Schülerinnen und Schüler zwischen acht und 18 Jahren sowie einige Lehrer machten darauf aufmerksam, dass im Eugen-Reintjes-Haus ein neuer Mieter wohnt: der Verein Sam, der sich für die Förderung benachteiligter Schüler einsetzt.

veröffentlicht am 07.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 21:41 Uhr

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Autor:

VON ANDREA TIEDEMANN
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„Die Kooperation mit Sam ist nun leichter, da der Verein mit im Haus ist“, sagt Bernd Himler, Leiter des Netzwerks Familie im Zentrum (FiZ), das im Eugen-Reintjes-Haus untergebracht ist. Das FiZ ist Mittelpunkt verschiedener Sozialprojekte. „Durch die Bündelung hier im Haus können wir besser gemeinsam politische Forderungen stellen.“

Die Mitarbeiter von Sam versprechen sich von der neuen Bleibe eine bessere Erreichbarkeit und mehr öffentliche Wahrnehmung. Jeden Donnerstag wird nun eine Mitarbeiterin zwischen 13.30 und 17.30 im Büro sitzen und Ansprechpartner für ratsuchende Kinder, Frauen und Männer sein. Sie ist Vermittlerin und stellt den Kontakt zu geeigneten Pädagogen her, die sich um die Kinder kümmern. „Das Hauptproblem ist Kinderarmut“, sagt Werner Heuer, Vorsitzender des Vereins, „vor allem Bildungsarmut.“ Das betreffe auch, aber nicht ausschließlich Kinder mit Migrationshintergrund. Wer noch einmal das Einmaleins nachholen müsse oder Lesetraining brauche, bekomme bei Sam Unterstützung vermittelt. In der Grundschule Hameln-Rohrsen zum Beispiel hat die Förderung bereits gefruchtet. „Dort gibt es Familien, in denen die Eltern oft selber nicht lesen und schreiben können“, sagt Birgit Albrecht, zweite Vorsitzende bei Sam. Die würden sich mittlerweile auf das Angebot verlassen. Ohne die zusätzliche Hilfe sei bei manchen Schülern deren Versetzung gefährdet.

24 Schulen aus Hameln und der Region kooperieren bereits mit dem Verein. Neben der Lernförderung haben die ehrenamtlichen Vereinshelfer noch weitere Pläne: So soll an den Schulen ein Mittagstisch und eine Hausaufgabenhilfe eingerichtet werden, ebenso Elterncafés, in der Eltern mit Migrationshintergrund beraten werden. Zusätzlich dazu ist eine „Bildungsregion Hameln“ in Planung, die die Angebote der einzelnen Bildungsträger noch besser bündeln soll. Der Kontakt zum Kultusministerium sei bereits hergestellt, berichtet Sam-Vorsitzender Heuer.



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