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Skrupellos: Täter suchen sich betagte, arg- und wehrlose Opfer

Trickdiebe erbeuten Geld und Schmuck

Hameln. Sie kennen keine Skrupel, sind dreist und haben es auf Geld und Schmuck abgesehen. Ihre Opfer sind meist betagt, arg- und wehrlos. Trickdiebe haben in Hameln erneut Senioren um deren Wertsachen gebracht. Am Mittwochabend klingelte ein Mann an der Waterloostraße bei einem Ehepaar (87, 91). Er gab sich als Handwerker aus, behauptete, er müsse wegen eines Wasserschadens im Nachbarhaus „mal kurz in die Wohnung kommen“. Dem Täter gelang es, die Senioren in ein Gespräch zu verwickeln und sie in die Küche zu lenken. Währenddessen schlich sich sein Komplize durch die offen gelassene Haustür in die Wohnung. Der Mittäter durchsuchte Schränke und Schubladen. Dabei fielen ihm Schmuck und Geld in die Hände. Die Polizei fahndet nach dem Duo. „Trickdiebstahl in Wohnungen ist nach Taschendiebstahl auf der Straße die vermutlich häufigste Straftat, von der ältere Menschen betroffen sein können“, sagt Hauptkommissar Jörn Schedlitzki. Stets täuschten die Täter ihre Opfer, um sich Zutritt zur Wohnung zu verschaffen und dort zu stehlen. Alle bekannten Täter-Arbeitsweisen lassen sich auf drei Grundmuster zurückführen:

veröffentlicht am 28.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 01:41 Uhr

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Autor:

VON ULRICH BEHMANN
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das Vortäuschen einer Notlage, die scheinbar eine Hilfeleistung oder Unterstützung durch das Opfer in der Wohnung erfordert;

das Vortäuschen einer offiziellen Funktion, die den Täter vermeintlich zum Betreten der Wohnung berechtigt;

das Vortäuschen einer persönlichen Beziehung zum Opfer, die eine Einladung zum Betreten der Wohnung nahe legt.

Trickdiebe sind Meister im Erzählen von Lügengeschichten – mal wollen sie nach einem Rohrbruch ins Haus oder auf dem Balkon einen entflogenen Vogel oder ein entlaufenes Kätzchen einfangen, mal bitten sie darum, wegen einer Autopanne, eines Unfalls oder einer Erkrankung das Telefon benutzen zu dürfen. Oder sie möchten ein Glas Wasser haben.

Aber auch die Frage: „Darf ich mal Ihre Toilette benutzen?“ werde immer wieder gern gestellt. Frauen bitten um Einlass, um ihr Baby wickeln oder füttern zu können. „Diese Leute sind sehr kreativ, wenn es um das Vortäuschen von Notlagen geht“, sagt Schedlitzki.



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