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Kreissportbund plädiert für Kunstrasenplatz an der Süntelstraße

Tribüne für Ex-Sportplatz der Briten?

HAMELN. In der Sache sind sich im Grunde alle – Sportler, Schulen und Politiker – weitgehend einig: Hameln braucht einen weiteren Kunstrasenplatz. Uneinigkeit herrscht bislang darüber, ob der ehemalige Sportplatz der Briten an der Süntelstraße der Weisheit letzter Schluss ist und wie welcher Platz überhaupt finanziert werden soll. Jetzt schaltet sich der Kreissportbund in die Debatte ein.

veröffentlicht am 12.03.2019 um 15:41 Uhr
aktualisiert am 12.03.2019 um 18:20 Uhr

Gut 580 000 Euro sollen Kauf und Sanierung des Kunstrasenplatzes an der Süntelstraße kosten. Foto: Dana
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Der Kreissportbund Hameln-Pyrmont sehe schon seit langem den Bedarf für einen weiteren Kunstrasenplatz, der den Fußballvereinen bei schlechtem Wetter als Ausweichplatz zur Verfügung stehe. „In den letzten Jahren hat es erhebliche Probleme bei der Durchführung von Trainingseinheiten und Punktspielen aufgrund der veränderten Wetterlage gegeben, um die Übungsbetriebe des Fußballs beziehungsweise die Punktspiele in der jeweiligen Saison in Hameln abwickeln zu können“, schreibt Maria Bergmann, die Vorsitzende des Kreissportbundes Hameln-Pyrmont, in einer Anfang der Woche verfassten Stellungnahme.

Sie spricht sich ausdrücklich für die Sanierung des Kunstrasenplatzes an der Süntelstraße aus. „Der Vorteil bei der Sanierung dieses Platzes an der Süntelstraße liegt aus Kreissportbundsicht unter anderem darin, dass dieser Platz keinem Verein zuzuordnen wäre, sodass die Verwaltung der Stadt verantwortlich die Zeitvergabe für den Trainings- und Spielbedarf koordinieren könnte“, heißt es in ihrem Schreiben.

Der Vorstoß von Maria Bergmann – ihr Mann, Kurt Meyer-Bergmann, ist der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Hameln – ist auch ein Wink in Richtung der Hamelner Ratsfraktion CDU/DU, die unlängst vorschlug, prüfen zu lassen, ob alternativ nicht ein anderer, ohnehin sanierungsbedürftiger Sportplatz in einen Kunstrasenplatz umgewandelt werden könne, was mit weniger Kosten verbunden sein könnte. Ausschlaggebend waren dafür die Kosten für den erst noch zu tätigen Abkauf des Süntelstraßenplatzes von der Bima (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) und die anschließende notwendige Sanierung – Kosten, die sich auf rund 580 000 Euro belaufen würden, die Reparatur oder den Ersatz der Flutlichtanlage noch nicht mit eingerechnet.

Bislang geplant war, dass sich Stadt und Landkreis die Kosten teilen, wobei die Kreisverwaltung mit 40 Prozent belastet werden würde. In Anbetracht der prognostizierten Kosten erklärte Kreiskämmerer Carsten Vetter unlängst jedoch, für diesen Platz keine neuen Schulden machen zu wollen. Die kreiseigene Elisabeth-Selbert-Schule (ESS), die auf dem künftigen Bildungs- Gesundheitscampus auf dem Linsingen-Gelände neugebaut werden soll, sei auf den Platz nicht angewiesen. Folglich könne sich die Kreisverwaltung vorstellen, seine Kostenbeteiligung zu verringern und den Platz dafür weniger in Anspruch zu nehmen (wir berichteten). Dagegen verliert der Kreissportbund in seiner Stellungnahme über die Kosten kein Wort. Im Gegenteil. Zwar sei der ehemalige Briten-Sportplatz für Zuschauer an der Süntelstraße „völlig ausreichend“. Es sei aber auch denkbar, „vom Grünflächenamt an der Platzseite zur Süntelstraße einen Teil der Bewachsung zu entfernen, um noch mehr Platz für Zuschauer bei Bedarf zu schaffen“, heißt es. „So ließe sich sogar eine kleine ,Tribüne‘ anlegen“, schreibt Maria Bergmann.

Weitere Argumente, die aus Sicht des Kreissportbundes für die Sanierung des Platzes an der Süntelstraße sprächen, seien die angrenzenden Schulen (Albert-Einstein-Gymnasium, IGS, Pestalozzischule und künftig ESS), die den Platz mitnutzen könnten, zumal der von ihnen bisher in Anspruch genommene Außenplatz des VfL Hameln bei Schlechtwetter für den Sportunterricht nicht geeignet sei. Außerdem sei die Dreifachsporthalle am Schulzentrum Nord bereits (ohne ESS) „völlig überlastet“. Ferner spräche „die günstige Lage des Platzes“ – im Verbund mit den angrenzenden Sporthallen (Schulzentrum, Halle Nord und künftig ESS), dem Schwimmbad und dem VfL-Platz quasi ein „Sportzentrum“ bildend – für den Kunstrasenplatz an der Süntelstraße.

Die Nutzung des Platzes, so Maria Bergmann, „müsste an die Bedingung geknüpft werden, dass kein Eintrittsgeld von dem jeweiligen Nutzer des Platzes erhoben wird“. Für Toiletten und Duschen sollten die Sportler auf die Sanitäranlagen der Halle Nord zurückgreifen.



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