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Fünf Verletzte bei Kollisionen in Helpensen und Klein Berkel / Fahnder schnappen Flüchtigen

Trecker überrollt Auto

HAMELN. Polizei und Feuerwehr rückten am Wochenende zu zwei Unfällen aus. Bei einem war ein Trecker auf ein Auto gestürzt, bei einem anderen war der Fahrer eines voll besetzten Autos gegen einen Ampelmast gefahren.

veröffentlicht am 27.08.2017 um 16:22 Uhr

Schwerer Unfall zwischen Gut Helpensen und Haverbeck: Der Audi A6 ist platt gedrückt, der Trecker liegt auf der Seite. Drei Männer hatten Schutzengel. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Ein platt gedrücktes Auto, ein umgestürzter Trecker, ein abgerissenes Vorderrad, Trümmer, Glassplitter und Erdbrocken auf der Fahrbahn, ausgelaufenes Motoröl – das, was die Rettungskräfte am Samstagnachmittag auf der Landesstraße 433 zwischen Gut Helpensen und Haverbeck sahen, ließ Schlimmstes befürchten. Um 13.15 Uhr waren die Feuerwehren Hameln und Haverbeck alarmiert worden. Die Helfer sollten eingeklemmte Unfallopfer aus einem Wrack schneiden. Zur Überraschung aller hatten sich Fahrer (23) und Beifahrer (38) des Audi A 6 bereits selbst befreit. „Das ist ein hammerharter Unfall“, sagte Notarzt Dr. Michael Rosteck. „Es grenzt wirklich an ein Wunder, dass die Beteiligten diese schwere Kollision mit eher leichten Verletzungen überlebt haben.“ Die Autoinsassen aus Hameln und der 16 Jahre alte Trecker-Fahrer aus Halvestorf wurden von Rettungskräften der Feuerwehr und des DRK behandelt und ins Krankenhaus gebracht. Die L 433 war bis 17 Uhr unpassierbar.

Nach Angaben der Hamelner Polizei war der Jugendliche mit einen sieben Tonnen schweren Ackerschlepper, an dessen Heck ein zwei Tonnen schwerer Grubber befestigt war, in Richtung Haverbeck unterwegs. Der Grubber habe plötzlich ausgeschwenkt und sich aufgeschaukelt, sagte eine Kommissarin. Der Traktor geriet dadurch nach links auf die Gegenfahrbahn und prallte nahezu frontal mit dem Audi zusammen. Der linke Vorderreifen rollte offenbar über Motorhaube und Windschutzscheibe auf das Dach des Wagens. Dann kippte der Trecker auf die Seite. „Die Unfallopfer hatten Glück im Unglück“, meint Dr. Rosteck. „Sie können künftig zweimal pro Jahr Geburtstag feiern.“

Bei Klein Berkel hatte sich bereits am frühen Samstagmorgen ein spektakulärer Unfall ereignet. Der Fahrer eines mit fünf Männern (22, 28, 28, 30, 33) aus Hameln und Emmerthal besetzten Opel Astra hatte gegen 4 Uhr von der Bundesstraße 1 nach links in die Werkstraße abbiegen wollen. Der Kleinwagen prallte frontal gegen einen dicken Ampelmast. Der Unfallfahrer setzte zurück, gab Gas und stellte das stark beschädigte Auto schließlich in der Zufahrt zu einem Garagenhof ab und machte sich gemeinsam mit einem Kumpel aus dem Staub. Während sich ein Notarzt und zwei Rettungsteams der Hamelner Feuerwehr in Höhe des Hammer-Marktes um die Verletzten kümmerten, fahndete die Polizei mit mehreren Streifenwagen nach den Flüchtigen, die sich offenbar irgendwo in der Dunkelheit versteckt hatten. Um 5.03 Uhr entdeckte eine Funkwagen-Besatzung zwei junge Leute, die in Höhe der Berkeler Warte auf dem Gehweg stadteinwärts unterwegs waren. Die beiden Hamelner hatten wohl geglaubt, die Polizei habe die Suche nach ihnen längst aufgegeben. Ein Zivilwagen der Tatort-Gruppe fuhr quer auf den Fußweg und schnitt den Verdächtigen den Weg ab. Ein Polizei-Bulli stoppte auf der B 1. Die Beamten des Einsatz- und Streifendienstes durchsuchten den mutmaßlichen Unfallfahrer und nahmen ihn mit zur Wache. Der 22 Jahre alte Hamelner war nicht nüchtern. Sein Atemalkoholwert: mehr als ein Promille.

2 Bilder
Klein Berkel: Der Unfallfahrer versteckte das Auto. Foto: ube


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