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Ehemaliger Vorsitzender des Museumsvereins gestorben

Trauer um Dr. Dietrich Lösche

HAMELN. Dr. Dietrich Lösche ist tot. Der langjährige Leiter des Staatshochbauamtes in Hameln und ehemalige Vorsitzende des Museumsvereins Hameln starb am 26. Juli im Alter von 85 Jahren.

veröffentlicht am 05.08.2019 um 16:52 Uhr

„Mit dem Andenken an Dr. Dietrich Lösche verbinden sich persönliche Erinnerungen an einen herzlichen, zuverlässigen und kompetenten Vorsitzenden mit Dankbarkeit für seine unermüdliche Arbeit und Unterstützung“, schreibt der Hamelner Museumsverein zum Tode Lösches.

Geboren in Hamburg, trat Lösche nach seinem Architekturstudium 1962 in die Staatliche Hochbauverwaltung Niedersachsen ein. 1969 übernahm er die Leitung des Staatshochbauamtes Hameln und war in Stadt und Landkreis für zahlreiche Bauten verantwortlich, darunter den Neubau der Jugendstrafanstalt Tündern.

Ab 1978 übernahm Lösche zusätzlich die Leitung des Staatshochbauamtes Holzminden, die Promotion an der Universität Hannover folgte ein Jahr später. Nach der Wende dann leitete Lösche zeitweilig in Dessau sogar noch ein drittes Hochbauamt. In den Ruhestand trat Dietrich Lösche als Leiter des Staatshochbauamtes Bückeburg.

Nach seiner Pensionierung übernahm Lösche 1998 den Vorsitz des Museumsvereins. Unter seiner Ägide konnte die Vereinsarbeit weiter strukturiert werden. Außerdem gab er als verantwortlicher Redakteur das traditionsreiche Jahrbuch des Museumsvereins heraus. Bis 2008 war er an den Vorbereitungen für die millionenschwere Sanierungsmaßnahme des Museums beteiligt, bevor er an seinen Nachfolger im Amt, Klaus Arnold, übergab. Seitdem leistete Dietrich Lösche weiterhin unermüdlich ehrenamtliche Arbeit bei Erschließung und Aufnahme bisher unbearbeiteter Objektbestände. In vielen hundert ehrenamtlichen Stunden pro Jahr inventarisierte er an die 2000 Postkarten, arbeitete den Skizzen-Nachlass des Hamelner Architekten Wilhelm Vollmer auf und transkribierte alte Akten und Archivalien.

Bis zu seinem Ausscheiden aus dem „ehrenamtlichen Dienst“ aus gesundheitlichen Gründen 2015 bearbeitete Lösche ein besonders umfangreiches Projekt: die Inventarisierung des Bestands „Rudi Günther“. Ohne seine Arbeit wäre dieser reiche Bilderschatz des Pressefotografen der Dewezet noch nicht erschlossen, der nicht nur für die große Retro-Sonderausstellung „Hameln in den 70ern“ im vergangenen Jahr die Grundlage bildete.



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