weather-image
14°

Tourismus auf dem Klüt - da geht noch mehr

veröffentlicht am 20.10.2009 um 21:39 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

Hameln (ni). Er kann mit einem feinen Restaurant aufwarten und mit einem eher rustikalen; er bietet einen Spielplatz, auf dem es Kindern auch nach Stunden noch nicht langweilig wird und einen Hochseilgarten, in dem auch Erwachsene auf der Suche nach dem Adrenalinstoß auf ihre Kosten kommen. Vor allem aber garantiert der Klüt eines: Naturgenuss in frischer Waldesluft. Wie der Hamelner Hausberg als Naherholungsoase sowohl für die Bürger als auch für die Touristen der Stadt vielleicht noch attraktiver gemacht werden könnte – das würden die Stadtplaner im Rathaus gern mithilfe von Experten herausfinden.
 „Der Klüt soll Wald bleiben; wir wollen aus ihm keinen Freizeitpark machen“, beruhigt Wolfgang Kaiser vorsichtshalber schon einmal all jene, die jetzt um die Waldesruhe fürchten. Gleichwohl ist der Leiter des städtischen Planungsamtes überzeugt, dass auf dem Berg noch Potenziale schlummern, die zu heben sich lohnt. Erste Ideen und mögliche Bausteine, mit denen sich Fachleute im Rahmen einer Studie beschäftigen sollten, wurden bereits in der Verwaltung zusammengetragen. „Rund um den Klütturm, im Bereich des Torbogens und des Brunnens, da fehlt was und ließe sich schon einiges machen“, so Kaiser. Sowohl der sagenumwobene Brunnen, der angeblich bis auf das Niveau der Weser hinunter reicht, als auch der Turm, der 1843 aus Steinen des alten Fort George errichtet und später noch einmal aufgestockt wurde, böten sich geradezu an, „um hier Hamelner Geschichte deutlicher als bisher, sichtbar und erlebbar zu machen“. Der Platz hinter dem Torbogen könnte für besondere Veranstaltungen genutzt werden.
 Auch das Jugendgästehaus auf dem Finkenborn sowie die Freiflächen, die diese Einrichtung umgeben, sollten auf ihre Entwicklungsmöglichkeiten hin unter die Lupe genommen werden. Muss das Haus modernisiert werden, damit Schulen es auch weiterhin nutzen? Wären ausgewiesene Fitnesspfade im näheren Umkreis vielleicht ein Angebot, mit dem sich die Attraktivität dieses Gebietes noch steigern ließe? Brauchten die Wanderwege im Klüt eine bessere Beschilderung? Ließen sich mit geführten Wanderungen – und Flyern, die über alles informieren, was man dort erleben, tun und genießen kann – mehr Hameln-Touristen auf den Hausberg locken? Und gibt es möglicherweise noch ganz andere Ansatzpunkte, um die Anziehungskraft des Klüt zu steigern? „Diese Fragen können professionelle Freiraumplaner, die sich mit den Themen Freizeit und Tourismus beschäftigen, viel besser beantworten als wir. Und außerdem haben die auch viel mehr Ideen als wir“, sagt Kaiser.
 Eine Studie, die sowohl die bestehenden Angebote auf dem Klüt bewertet als auch den Blick für die Entwicklungspotenziale des Hausberges öffnet, wäre für rund 15 000 Euro zu haben. Vorausgesetzt, die Politk stimmt dem Vorschlag der Verwaltung zu, wird Hameln sich mit der Projektidee „Touristisches Realisierungskonzept Klüt“ um Fördermittel aus dem Leader-Programm bewerben.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt