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In Haverbeck gibt es Differenzen im Ortsrat

Ton wird rauer im Streit um Windkraft

Haverbeck (CK). Im Zusammenhang mit der Beratung über die Ausweisung von Vorrangflächen für Windkraftanlagen wird der Ton in Haverbeck – dort sollen zwei Flächen auf ihre Eignung hin untersucht werden – rauer. Ortsratsmitglied Manfred Maihöfer (SPD) greift in diesem Zusammenhang vor allem Ortsbürgermeister Thorsten Sander (CDU) an und behauptet, der habe das Thema „voreilig“ auf die Tagesordnung der letzten Sitzung gesetzt.

veröffentlicht am 11.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 07:41 Uhr

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„Herr Sander spricht ohnehin selten die Tagesordnung mit uns ab und setzt stattdessen auf Alleingänge“, behauptet Maihöfer. Und im Übrigen wisse er, dass fünf Landwirte aus Haverbeck und einer aus Halvestorf gern in Windenergie investieren und also „Geld verdienen“ wollen. Maihöfers Vorwurf: „Die benutzen Seilschaften.“ Über das Ingenieurbüro, das mit der Untersuchung der Flächen beauftragt ist, sagt der Sozialdemokrat schließlich: „Das sind keine Fachleute. Da stelle ich mir andere Experten vor.“

Sander lassen diese Angriffe relativ kalt. „Ich habe immer die SPD-Fraktion rechtzeitig informiert und auch mit ihr abgesprochen, was auf die Tagesordnung einer Sitzung kommt oder ob sie noch einen Punkt hat, der aufgenommen werden sollte“, erklärt er sein Vorgehen als Ortsbürgermeister. Mit der früheren SPD, so Sander, sei es im Ortsrat „viel einfacher“ gewesen. Schwierig sei die Lage erst, seit Maihöfer als Nachrücker in dieses örtliche Gremium eingezogen sei.

Was dessen Kritik in Sachen Windenergie angeht: „Herr Maihöfer kann wohl kaum beurteilen, was Experten sind. Das beauftragte Büro für Landschaftsarchitektur jedenfalls ist seit vielen Jahren etabliert und seriös.“ Und die Sache mit dem „Geld verdienen“ der Landwirte sieht Sander ebenfalls gelassen. „Natürlich gibt es welche, die Interesse daran haben.“ Mit rund 3000 Euro pro Jahr und Windrad aber sei das wohl kaum eine riesige Summe und außerdem völlig legitim.

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