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Drei Bands, ein guter Zweck – Prinzessin Lilly singt zugunsten der Flutopfer-Hilfe von Interhelp

Tolle Stimmung am „Funky River“

Hameln. Wunderkerzen versprühen Funken, Feuerzeuge brennen, Bässe wummern durch die laue Mittsommernacht – die Hamelner Medley & Mashup-Band CrossFader heizt kräftig ein. Der Stadtwerke-Hof brodelt, die Besucher bewegen ihre Körper rhythmisch im Takt, reißen die Arme hoch, singen mit: „Knockin’ on Heavens Door“ – der alte Bob-Dylan-Klassiker setzt den Schlusspunkt unter ein Benefiz-Konzert, das in der Nacht zu Sonntag mehrere Hundert Tanzwütige anlockt. Trommler Rüdi Tegtmeyer gibt den Takt vor – es ist die rockige Variante von „Guns n‘ Roses“, die alle von den Bänken reißt. Auch Tom Freitag und seine Jungs von der Gruppe Claptonmania stehen auf dem großen Bühnen-Truck.

veröffentlicht am 24.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 18:21 Uhr

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VON CAROLINE SANTOWSKI
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Unter die Musiker haben sich zwei Prominente gemischt: Während Interhelp-Schirmherr Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe auf dem Keyboard spielt, singt die in der Schweiz lebende Prinzessin Lilly zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg Seite an Seite mit Jasmin Gaida und Thomas Strickstrack (CrossFader) sowie Sascha Kurz (Claponmania) im Quartett. Dabei stellt die neue Interhelp-Sonderbotschafterin („Ich singe eigentlich nur unter der Dusche“) unter Beweis, dass sie eine gute Stimme hat. Als Frontfrau einer Band hat Sohn Heinrich Donatus, der ebenfalls nach Hameln gekommen ist, seine Mutter sicher noch nie gesehen.

„Es ist echt super hier. Tolle Stimmung, nette Leute, klasse Musik“, schwärmt Martina Brand, die auf Facebook von der Open-Air-Sause erfahren hat und extra aus Bonn angereist ist. Zugunsten der Flutopfer hatten Interhelp, Stadtwerke-Geschäftsführerin Susanne Treptow und die Musiker von CrossFader innerhalb weniger Tage ein Benefiz-Konzert aus dem Boden gestampft. Alle Musiker haben auf ihre Gagen verzichtet. Den zahlreichen Sponsoren ist es zu verdanken, dass von den Einnahmen – mit Ausnahme der Gema-Gebühren – keine Kosten abgezogen werden müssen. Auch die Mitarbeiter der Stadtwerke sind ehrenamtlich im Einsatz für die gute Sache – sie zapfen und grillen an den Ständen um die Wette. Besucherin Karin Brockmann vom gleichnamigen Modehaus ist so begeistert, dass sie verkündet: „Mein Mann und ich haben beschlossen, der Flutopfer-Hilfe von Interhelp 1000 Euro zur Verfügung zu stellen. Das ist eine Privatspende, die von Herzen kommt.“

Wie viel Geld bei diesem Event zusammengekommen ist, steht noch nicht fest. Interhelp weiß aber bereits, in welches Projekt die Spenden fließen: „Wir werden helfen, einen von der Flut zerstörten Kindergarten in Sachsen-Anhalt zu sanieren“, erklärt der Vorsitzende der Hilfsorganisation, Ulrich Behmann. Der Träger sei wie Interhelp ein gemeinnütziger Verein und Mitglied im Paritätischen. Eine Versicherung gegen Hochwasser habe er vor der Katastrophe nicht abschließen können, weil das über 100 Jahre alte ehemalige Bahnhofsgebäude zu nah an der Saale steht.

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  • Gemeinsam gegen die Flut: Bei „Knockin‘ on Heavens Door“ singen Prinzessin Lilly (3. v. li.), Jasmin Gaida, Thomas Strickstrack (CrossFader) und Sascha Kurz (Claptonmania) im Quartett.
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  • Spielt mit: Interhelp-Schirmherr Alexander zu Schaumburg-Lippe .

Zu Beginn des Konzerts hatte die Country & Western-Band seven bucks a week auf die Mittsommernachtsparty eingestimmt. Später begeisterte Claptonmania die Menge mit Songs von Eric Clapton. Bei CrossFader ging am späten Abend dann die Post ab. Es wurde getanzt und mitgesungen. „Ich kannte die Bands nicht. Aber ich muss sagen: Die sind klasse“, meint Olivia Sievers. Auch Anja Clavey lobt die Musik. „Das sind coole Bands. Die machen richtig Stimmung.“ Leute treffen, gute Songs hören, Spaß haben und helfen“ – „das“, meint Rats-Musical-Sängerin Carola Read, „ist eine supergute Mischung. Mir hat’s gefallen.“ Christian Schnitker nickt: „Die Fahrt von Minden nach Hameln hat sich definitiv gelohnt.“

Auch im kommenden Jahr soll es in Hameln wieder „funky“ werden. „Wenn uns Künstler und Sponsoren wieder unterstützen, wird es auch ein drittes Benefiz-Konzert geben“, sagt Interhelp-Projektmanagerin Treptow.



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