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Brandursache noch nicht geklärt / Sechs Hausbewohner wegen Rauchgasvergiftung behandelt

Tödliches Feuer gibt Rätsel auf

Hameln. Nach wie vor ist unklar, was sich am Donnerstagabend in der Erdgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses an der Straße „Werder“ in Tündern ereignet hat. Im Wohnzimmer hatte ein Rettungstrupp der Feuerwehr die Leiche des Mieters gefunden. Bei dem Toten handelt es sich um einen 40 Jahre alten alleinstehenden Mann. „Es gibt Anzeichen dafür, dass er an einer Rauchgasvergiftung gestorben ist“, teilte Hauptkommissar Jörn Schedlitzki mit. Ein Tatort-Team und Brandursachen-Ermittler haben sich inzwischen in den ausgebrannten Räumen umgesehen und nach Spuren gesucht. Hinweise auf die Brandursache seien bislang aber noch nicht entdeckt worden, sagte gestern der Erste Kriminalhauptkommissar Axel Brünger, der das für Brand- und Todesursachen-Ermittlungen zuständige Fachkommissariat 1 leitet. Das Feuer ist im Schlafzimmer ausgebrochen. Dort war es so heiß, dass der Putz von den Wänden fiel. Am Dienstag wollen Experten des Zentralen Kriminaldienstes die Wohnung ein zweites Mal inspizieren – bei dieser sogenannten Brandschau werden sie von einem Sachverständigen, den eine Versicherung beauftragt hat, begleitet. Gefährliche Gegenstände seien nicht gefunden worden, sagte Brünger. Zunächst war nicht ausgeschlossen worden, dass eine Gefahrenlage besteht. Deshalb sperrten Polizisten den Bereich rund um das Haus ab. Anwohner hatten berichtet, sie hätten „mehrere Explosionen“ gehört. Die Ermittler gehen jetzt davon aus, dass durch die extrem große Hitze Thermopane-Scheiben geplatzt sind.

veröffentlicht am 08.11.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 24.01.2019 um 14:20 Uhr

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Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Die um 20.30 Uhr alarmierte Feuerwehr konnte eine Frau (50), die sich auf der Rückseite des Gebäudes auf einen Balkon im ersten Stockwerk geflüchtet hatte, über eine Leiter retten. Ein Mieter sei von einem Rettungstrupp ins Freie geführt worden, berichtet Stadtbrandmeister Gerhard Rathing, der den Großeinsatz geleitet hat. Nach Angaben der Polizei sind sechs Hausbewohner mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung behandelt worden. Vier Personen wurden mit Rettungswagen der Feuerwehr und des DRK ins Krankenhaus gebracht.

Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke gehörte zu den ersten Feuerwehrleuten, die am Brandort eintrafen. Aus zwei Fenstern seien Flammen geschlagen, berichtet der ranghöchste Feuerwehrmann im Landkreis. Die Leitstelle hatte neben der Wachbereitschaft auch den 3. und 4. Zug sowie die Ortswehren Tündern und Hastenbeck zur Straße „Werder“ geschickt. Freiwillige aus Afferde besetzten den Einsatzleitwagen. 71 Feuerwehrleute waren mit 14 Fahrzeugen im Einsatz. Auch das Rettungssystem „Leitender Notarzt“ wurde aktiviert. Zwei Mediziner und zehn Rettungsassistenten kümmerten sich um die Verletzten.

Soeben hat ein Rettungsteam im Wohnzimmer der Erdgeschosswohnung einen Bewusstlosen gefunden. Ein Feuerwehrmann informiert seine Kameraden und fordert ein Notarzt-Team an. Der Mediziner kann jedoch nur noch den Tod des Mannes feststellen. Kleines Bild: Im Schlafzimmer ist das Feuer ausgebrochen. Die Hitze war so groß, dass Putz von den Wänden fiel. Ein Atemschutz-Trupp sucht nach Glutnestern.

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