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Gewährleistung für Fußgängerzone läuft in Kürze aus

Tiefer, breiter, Fuge

HAMELN. Nein, es ist nicht der Grand Canyon und ja, Hannover kann’s noch tiefer – trotzdem: Hamelns Pflaster in der Fußgängerzone, sagen wir, zeigt Lücken auf. Die Fugen zwischen den Steinen sorgen immer mal wieder für Gesprächsstoff, nicht nur, wenn sie erneut einen Absatz auf dem Gewissen haben.

veröffentlicht am 25.04.2017 um 16:42 Uhr
aktualisiert am 25.04.2017 um 17:30 Uhr

Hamelns neues Pflaster liegt jetzt seit vier Jahren. An einigen Stellen sehen die Fugen besser aus als an anderen. Foto: Dana
Birte Hansen

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Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
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Neben Frauen, die – so sie um die innerstädtischen Gegebenheiten wissen – längst auf hohe Absätze verzichten, ärgern sich auch Männer über zerschundene Schuhe. Im Mai läuft die Gewährleistungsfrist durch das Unternehmen ab, das die Steine verlegen ließ – Zeit für eine Bestandsaufnahme.


Die Tiefe und die Breite: Über den akzeptablen Abstand der Steine zueinander gehen die Meinungen auseinander – offenbar auch innerhalb der Stadtverwaltung und/oder in Abhängigkeit vom Zeitpunkt der Anfrage. Vor einem Jahr war davon die Rede, dass die Fugen der Norm – „1,5 Zentimetern“ entsprechen, und was breiter ist, müsse „behoben werden“, berichtete die Dewezet am 26. Februar 2016. Jetzt heißt es angesichts bevorstehender Ausbesserungsarbeiten, dass „mehr als zwei/drei Zentimeter in Ordnung gebracht“ werden. Ein von der Dewezet herangezogener Tiefbau-Experte hatte vor einem Jahr erklärt, dass bei der Größe der verwendeten Steine eine Fugenbreite von lediglich 10 bis 15 Millimeter in Ordnung sei. Laut Stadtverwaltung komme es bei der Bewertung „auch immer darauf an, wo eine Fuge tiefer ist. Stört die Stelle besonders oder ist sie in einem Randbereich.“


Das Schlämmen: Einmal pro Jahr hat das Unternehmen Boymann im Rahmen der Gewährleistung das Nachschlämmen mit Oolith übernommen. Zuletzt im Herbst 2016, heißt es aus der Stadtverwaltung. An der Fugentiefe im mittleren Bereich der Osterstraße hat das offensichtlich nicht viel geändert. Vor der Endabnahme werde „ebenfalls noch einmal geschlämmt.“ Wann genau die Endabnahme stattfinden wird, „steht noch nicht fest“, schreibt die Sprecherin der Stadtverwaltung, Janine Hermann. Auch, in welchen Intervallen die Stadt selbst nach Ablauf der Gewährleistung ein Nachsanden künftig vornehmen wird, ist offen. Wenn eine akute Gefahr vorliege, werde natürlich zeitnah gehandelt. Einmal wöchentlich werde der Zustand der Fußgängerzone kontrolliert, auffällige Stellen gesammelt und ausgebessert.

Foto: Dana
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Den Hauptgrund für eine gewisse Fugentiefe sieht die Stadtverwaltung in der „Auswaschung“, hatte sie schon im Jahr 2015 gegenüber der Dewezet erklärt. Dort, wo Regenwasser von Schirmen und Vordächern tropft, sei diese besonders stark, hieß es im vergangenen Jahr. In den Kehrmaschinen sieht die Verwaltung keinen Verursacher.


Die Reinigung: In den Fugen sammeln sich leicht Zigarettenstummel, Essensreste, Müll, täglich arbeiten die Angestellten vom Betriebshof dagegen an. Sie sind nach Auskunft der Stadtverwaltung angewiesen, „besonders schonend zu reinigen“ und sie „machen das auch“. Die Kehrmaschine laufe dann zum Beispiel nicht auf voller Leistung.


Die Kosten: Von fünf Millionen Euro als Obergrenze für die Sanierung der Fußgängerzone war die Rede. 5,75 Millionen hatte der Rat dafür bewilligt. Eine Abschlussrechnung liegt nach Angaben der Verwaltung noch nicht vor. Erklärung aus dem Rathaus: „Nach Abschluss aller Arbeiten und der Gewährleistung wird diese vorbereitet. Wir gehen von Sommer aus.“

Das Pflasterfest: Die dreitägige Party startete erstmals, als die Sanierung der Fußgängerzone größtenteils abgeschlossen war: Sommer 2013, bevor auch die Seitenstraßen auch schick gemacht wurden. In diesem Jahr wird vom 25. bis zum 27. August gefeiert.

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