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Vom Pastor zum Pfarrer

Thomas Risel verlässt im Sommer die Marktkirchen-Gemeinde

HAMELN. Das Fünf-Franken-Stück in seinem Portemonnaie, ist ein Überbleibsel seines letzten Besuchs in der Schweiz – und zukunftsweisend: Thomas Risel, Pastor der Marktkirchen-Gemeinde, verlässt Hameln in Richtung Zürich. Schweren Herzens zwar, wie er sagt, und dennoch ganz bewusst.

veröffentlicht am 29.04.2017 um 12:00 Uhr

Pastor Thomas Risel übernimmt im Sommer eine Gemeinde in der Schweiz. Foto: bha
Birte Hansen

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Birte Hansen Reporterin zur Autorenseite
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„Damit erfülle ich mir einen Traum“, sagt Risel über seinen künftigen Arbeitsplatz in der größten Stadt der Schweiz. Immer schon habe er ins Ausland gehen wollen, jetzt biete sich die Gelegenheit. Dass dieser Schritt bei aller Freude über den Neuanfang kein leichter ist, ist ihm anzumerken. Seit elf Jahren arbeitet er als Pastor in Hameln – länger sei er in keiner anderen Gemeinde gewesen. Jetzt, mit 55 und etwa 12 Jahre vom Kürzel „i. R.“, im Ruhestand, entfernt ist für ihn Zeit für einen Wechsel.

Am 2. Juli wird Pastor Risel seinen Antrittsgottesdienst in der evangelisch-lutherischen Kirche Zürich halten. „Ein Bach-Kantaten-Gottesdienst“, sagt er, „das ist ein Markenzeichen der Gemeinde“. Für etwa 1300 Mitglieder, die aus über 20 Nationen kommen, wird er dann Ansprechpartner sein, schwärmt Risel. Noch etwas reizt ihn an dem neuen Umfeld: „Dort sind unglaublich viele junge Menschen“, auch in den Gremien. Dass die schweizer Gemeinde um einiges kleiner ist als die Marktkirchengemeinde, ist außerdem ein Umstand, auf den er sich freue. 3000 Mitglieder sind es in Hameln. „Traumhafte Hochzeiten“, unsagbar traurige Beerdigungen, ungezählte Taufen und Konfirmationen habe er in den elf Jahren gestaltet, begleitet, wahrgenommen.

Bevor Thomas Risel seine Heimatstadt Hameln verlässt, wird er für den 18. Juni um 10.30 Uhr seinen Abschiedsgottesdienst vorbereiten. Und bis dahin noch zahlreiche Gespräche führen mit Menschen, die ihm ans Herz gewachsen seien. Dass dabei auch Tränen fließen, ist programmiert und so auch schon geschehen. Der Abschied vom Kindergarten am Feuergraben falle ihm besonders schwer, nennt Risel nur ein Beispiel; „dort arbeiten so nette Menschen.“

Im Online-Gemeindebrief der Schweizer wird „Pfr. Risel“, Pfarrer Risel, bereits willkommen geheißen. Ausgewählt wurde er dort übrigens nicht vom Kirchenvorstand, sondern von der Gemeinde, vor der er in einem Bewerbungsgottesdienst Anfang Februar bestehen musste – offenbar mit Erfolg.

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