weather-image
11°
Hämmern und Bohren im Theater, Spiel und Applaus auswärts

Theater Hameln: Umbau auf der Zielgeraden

HAMELN. Es wird gehämmert und gebohrt. Das Theater ist von Baulärm erfüllt. 20 bis 30 Leute arbeiten derzeit parallel, damit Umbauarbeiten pünktlich abgeschlossen werden können. Wenn alles glatt läuft, kann das Haus am Rathausplatz am 5. Januar von den Berlin Comedian Harmonists bespielt werden.

veröffentlicht am 02.11.2017 um 15:06 Uhr

Gerüste an der Wand, Gerüste zwischen den Stuhlreihen: Im Theatersaal muss noch einiges getan werden. Foto: Dana
Dorothee Balzereit

Autor

Dorothee Balzereit Reporterin / ViaSaga zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

„Alles ist bislang im Zeitplan“, sagt Karl-Heinz Lange, Verwaltungsleiter des Theaters Hameln. Auch die Kosten lägen im Rahmen.

Derzeit seien die Handwerker vor allem dabei, die Schlitze, in denen die neuen Kabel verlegt wurden, zu verschließen, erklärt Architekt Ralf Denkler. Es gab einige Überraschungen, die das Bauteam während des Umbaus ereilten. In der Regel waren es Ausführungsfehler aus früheren Zeiten, die ausgebügelt werden mussten.

Im großen Saal erreichen die Gerüste derzeit imposante Höhen. „Zuerst müssen die Malerarbeiten im ersten Geschoss, beziehungsweise auf dem Rang beendet werden, damit die Gerüste abgebaut werden können“, sagt Denkler.

Im Theaterfoyer sind die Arbeiten weit vorangeschritten. Foto: Dana
  • Im Theaterfoyer sind die Arbeiten weit vorangeschritten. Foto: Dana

Soweit der Fortschritt im Inneren des Theaters. Auf Aufführungen des Hauses verzichten muss dennoch niemand. Die „Auswärtsspiele“ an 16 ungewohnten Orten „sind eine „Erfolgsstory“, sagt Dramaturgin Ilka Voss. Und zugleich eine Herausforderung für die Theatertechniker. Zum Beispiel Licht von oben durch die runde Dachöffnung in der Synagoge, in der Gilles Welinski am Donnerstagabend ein extra für die Aufführung in Hameln choreografiertes Stück tanzte. Oder Strom für das Pfannkuchenhaus: Weil der in dem alten Fachwerkhaus nicht so fließt, wie er für das Licht notwendig wäre, muss man auf batteriebetriebene Scheinwerfer zurückgreifen. Dort werden am Sonntag die „Hamelner Geschichten“ uraufgeführt, die aus der Feder von Theaterdirektor Wolfgang Haendeler stammen und in denen es um berühmte Söhne und Töchter der Stadt geht. Alle drei Vorstellungen sind ausverkauft.

Das Publikum folgt uns gespannt und freudig.

Ilka Voss, Dramaturgin

„Das Publikum folgt uns gespannt und freudig“, sagt Ilka Voss. Ganz besonders, wenn der Ort gut zum Thema passt, wie zum Beispiel bei Nagelritz und dem Shanty-Chor auf der Pluto. Der Kabarettist, der sich dem Dichter Joachim Ringelnatz verbunden fühlt (Nagelritz ist eine Verballhornung von Ringelnatz), passte mit seinem Akkordeon und seinem Programm bestens auf das Schiff.

Ob man mit den „Auswärtsspielen mehr Theaterkarten verkauft, sei schwer zu beurteilen, sagt Voss. „Schon weil die Orte ganz unterschiedliche Größen haben“. Dennoch: Fast alle Veranstaltungen sind ausverkauft. Denkt man bei so viel Zuspruch nicht daran, die Auswärtsspiele weiterzuführen?

„Vielleicht“, sagt die Dramaturgin. Allerdings nicht in diesem Umfang. „Schließlich haben wir auch ein wunderbares Theater, das wir bespielen wollen.“ Eine tolle Erfahrung seien die Auswärtsspiele aber schon jetzt. Auch menschlich: „Die Gastfreundschaft, die Geduld und Toleranz, die uns entgegengebracht wurden, sind toll“,betont Ilka Voss.

Karten gibt es übrigens noch für „Vier Kerzen für ein Halleluja“ mit Jess Jochimsen am 14. Dezember in der Sumpfblume. Als anrührend-komische Roadmovies werden die Programme des Freiburger Kabarettisten beschrieben, legendär soll das „Krippenspiel“ sein.

Information

Info

1,9 Millionen sollte das elektrische Brandschutzkonzept für das Theater ursprünglich kosten. Dann entschied sich der Rat, den Planer zu wechseln, denn das „zukunftsfähigere“ Konzept eines anderen Anbieters kann die neue LED-Beleuchtung zusammen mit der Brandschutz-Notbeleuchtung steuern. Die Mehrkosten belaufen sich auf 500 000 Euro und die Arbeiten dauern nun bis Dezember 2017, statt, wie geplant, bis Mitte 2017.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare