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Technik aus Hameln Beitrag zum Klimaschutz

veröffentlicht am 26.06.2009 um 14:37 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

Hameln (ck). Als Kerstin Graf, TV-Moderatorin für Wissenschaft, die Bühne im großen Zelt vor dem Cemag-Gebäude im Hottenbergsfeld betritt, wird es mucksmäuschenstill. Knapp 200 hochrangige Gäste aus allen Teilen der Welt schauen gebannt auf die überdimensionalen Bildschirme. Dort werden sie in Deutsch und Englisch willkommen geheißen – via TV und persönlich. Und zwar von Ali Memari Fard, dem Präsidenten der Cemag-Group mit Hauptsitz in Hameln und etlichen weiteren Tochterfirmen national und international – Premiere für die Beta Mill, eine Gesteinsmühle, die Mitarbeiter des heimischen Unternehmens in mehr als zehnjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit geschaffen haben.
 Als einen „Tag des Glücks und einen neuen Geburtstag“ bezeichnet Fard den gestrigen Tag, an dem Cemag die Weltneuheit dem Fachpublikum präsentiert. Die Mühle, so der Vorstandsvorsitzende, bedeute einen „Quantensprung für die Zement- und Erdenindustrie“. Denn im Vergleich zu anderen Druckbeanspruchungsmühlen spare die optimierte Zerkleinerungstechnik der Beta-Mühle bis zu 30 Prozent Energie und gegenüber den allgemein verbreiteten Kugelmühlen sogar 70 Prozent.
„Innovativ
und erfolgreich“

 Das würdigt auch Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander. „Wenn wir solche Unternehmen haben, können wir uns glücklich schätzen. Cemag ist ein Highlight in der niedersächsischen Wirtschaft“, lobt der Minister, der das 1991 von Fard gegründete und mittlerweile mit Auszeichnungen geradezu überhäufte Unternehmen mit Hauptsitz im Hottenbergsfeld „innovativ und erfolgreich“ nennt. „Sie beherrschen preußische Tugenden“, bescheinigt er dem Präsidenten, dem er für dessen Investitionen – auch in das Klüt-Restaurant – dankt und sie ein „klares Bekenntnis zum Standort Hameln“ nennt.
 Warum das Land so ein großes Interesse an der Innovation von Cemag hat, das hat auch mit dem Klimaschutz zu tun. Allein für die Herstellung einer Tonne Zement, so rechnet der Minister vor, würden je nach Anlage 60 bis 100 Liter Heizöl verbraucht, fünf Prozent des von Menschen produzierten CO2-Ausstoßes seien allein auf die Zementindustrie zurückzuführen. Oder anders gesagt: Rund sechs Prozent der erzeugten Energie weltweit werden allein für die Zerkleinerung von Material verbraucht. „Deshalb ist ein entscheidender Baustein niedersächsischer Energie- und Wirtschaftspolitik die Reduzierung dieser CO2-Emmissionen.“ Mit der Beta-Mühle hat Technik von Cemag aus Hameln nach Sanders Auffassung einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz geliefert. Unterstützung bei ähnlichen Innovationen verspricht der Minister auch künftig.
 Freude bei der Stadt Hameln, die dieses Projekt begleitet hat. Wirtschaftsförderer Dietmar Wittkop dankt dabeidem Umweltministerium für die Finanzierungshilfe, aber ebenso dem Wirtschaftsministerium, vor allem dem Referatsleiter Burkhard Germeyer für dessen Engagement, aber auch der NBank sowie dem Innovationszentrum in Hannover für die „tolle Unterstützung“ bei der Realisierung dieses zukunftsweisenden Projekts.
 In einer Multimedia-Show, einer Live-Schaltung zum Prototyp nach Duisburg und live im Internet wird schließlich den Gästen das neue Prunkstück präsentiert. Und dann – Tataaa! – mit einer genialen Show aus Feuer und Rauch auch „in echt“. Sichtlich beeindruckt verlässt ein internationales Publikum am Ende das Zelt, um am Abend gemeinsam zu feiern, und zwar im neuen Restaurant „La Résidence“ auf dem Klüt. Und da ist dann auch Ministerpräsident Christian Wulff mit dabei, der dem Hamelner Unternehmen mit seinen weltweiten Kontakten ausdrücklich seine Unterstützung zusichert.



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