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Taxi-Fahrer angegriffen - Verdächtiger in Haft

veröffentlicht am 01.09.2011 um 19:41 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:35 Uhr

Rohrsen (ube). Ein Taxi-Fahrer (52) ist am Mittwochabend am Kuckuck von einem Mann bestohlen und attackiert worden. Der Tatverdächtige, ein 18 Jahre alter Hamelner, wurde wenige Minuten später in der Wohnung seiner Eltern festgenommen. Die Polizei ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts des räuberischen Diebstahls. Ein Amtsrichter ordnete am Donnerstag Untersuchungshaft an.

 Nach den bisherigen Ermittlungen des für Jugendkriminalität zuständigen 6. Fachkommissariats hatte sich ein Anwohner gegen 18 Uhr ein Taxi bestellt. Als der Wagen an der Straße „Kuckuck“ ankam, stieg jedoch der 18-Jährige ein. Erst als der Mann, der das Taxi gerufen hatte, dazukam, verließ der Hamelner den Wagen. In einem unbeobachteten Moment soll sich der Tatverdächtige die Geldbörse des Taxi-Fahrers (52) geschnappt haben. Auf den Diebstahl aufmerksam geworden, stellte der Taxi-Fahrer den jungen Mann, der sich noch in Fahrzeugnähe befand, zur Rede. Während dieses Wortwechsels soll der Verdächtige den Fahrer angegriffen und ihm das Handy, mit dem das Opfer die Polizei rufen wollte, aus der Hand geschlagen haben. Ein 52-jähriger Hamelner eilte dem Taxi-Fahrer zu Hilfe – er forderte den 18-Jährigen energisch auf, die Börse herauszugeben. Das Einschreiten des Mannes habe den mutmaßlichen Täter dazu veranlasst, dem Taxi-Fahrer das Portemonnaie zurückzugeben, sagt Oberkommissar Jörn Schedlitzki. Der 18-Jährige flüchtete vom Tatort. Fahnder spürten den Gesuchten rasch auf und brachten ihn zur Wache, wo er die Nacht in einer Gewahrsamszelle verbrachte. Der Mann ist mehrfach wegen Eigentums- und Gewaltdelikten in Erscheinung getreten. Die Polizei nennt ihn einen „Schwellentäter“. Nach Angaben von Schedlitzki handelt es sich bei Schwellentätern um „Jugendliche und Heranwachsende, die mindestens fünf Gewaltstraftaten von einigem Gewicht begangen haben, und hinsichtlich derer anzunehmen ist, dass sie in Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit weitere derartige Straftaten begehen werden“.
 Verteidiger Uwe Behnsen kündigte an, er werde zunächst die Akten einsehen und dann einen Haftprüfungstermin beantragen – „mit dem Ziel, eine Korrektur der richterlichen Entscheidung zu erreichen“.



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