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3. Teil der Serie Verstecken – suchen – finden

Tattoos – und ihre Bedeutungen

Vorurteile gegenüber tätowierten Menschen gibt es viele – wie beispielsweise „Tätowierte sind alle kriminell, asozial und haben ganz bestimmt keine hohe Schulbildung genossen“. Gerade stark Tätowierte können ein Lied davon singen. Doch auch innerhalb der Tattoo-Szene scheint es ein Vorurteil zu geben, das sich hartnäckig hält: Die Bilder auf dem Körper müssten zwangsläufig eine Bedeutung haben.

veröffentlicht am 18.04.2017 um 19:14 Uhr

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Autor

Katharina Mork Reporterin
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Wir sind auf die Suche nach den vermeintlich gebeutelt-bunten Menschen gegangen, um die Geschichten hinter der Farbe unter der Haut ausfindig zu machen – sofern es denn eine gibt. Denn Obacht, Tattoos dürfen auch einfach nur schön sein. Die Hälfte der befragten Tintlinge hat übrigens das Abitur absolviert und alle haben einen geregelten Tagesablauf.

Yasmin Niemeier, 33, aus Hameln: „Ich habe mir eine Geisha mit einer Maske tätowieren lassen. Die Bedeutung dahinter ist, dass jeder Mensch zwei Gesichter hat und harte Frauen meist zarte Puppen sind.“





Oliver Mönnich, 34, aus Hameln: „Ich sehe meine Tattoos eher als eine Art Sammlung, habe ein gutes Verhältnis zu meinem Tätowierer. Meinen Bauch ziert zum Beispiel ein Comic, das ich gerne mag: Sin City.“





Jan Buchholz, 27, aus Hameln: „Ich habe einen Schutzengel auf dem Rücken, da ich als Kind für Unfälle prädestiniert war. Einige dieser Unfälle hätten mich das Leben kosten können, es sollte aber wohl nicht so sein.“





Isabelle Dröge, 26, aus Hameln: „Mein Tattoo ist eine Komposition aus Dingen, die ich schön finde. Tattoos müssen nicht immer eine Bedeutung haben.“





Nele Jurenda, 23, aus Hameln: „Mein Tattoo hinter dem Ohr stellt einen Komplex aus 14 Buchstaben dar, die für meine Freunde und meine Familie stehen.“





Lisa Heeke, 21, aus Hameln: „Meine Familie nennt mich ganz oft Ente, ich bekomme ständig Sachen mit Enten geschenkt und werde damit in Verbindung gebracht.“





Svenja Wolfschmidt, 24, aus Hessisch Oldendorf: „Durch meine Arbeit in der Altenpflege bin ich der Meinung, dass der Tod auch etwas Schönes , eine Erlösung darstellen kann. In Mexiko stellt die „Santa Muerte“ den Tod als etwas Schönes dar, daher habe ich mir die symbolische Maske tätowieren lassen. Der zugeschnürte Mund darunter stellt die Tabuisierung des Todes durch die Gesellschaft dar.“

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