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200 000 Euro für energetische Sanierung / Zuschüsse von Land und Kreis

Sumpfe erhält „wärmenden Mantel“

Hameln. Ein wenig verwelkt sah sie zuletzt aus. Das ist eigentlich kein Wunder, denn mittlerweile hat die Sumpfblume schon seit 23 Jahren ihre Blüte am Stockhof geöffnet. Seit dem Einzug in die ehemalige Lkw-Reparaturwerkstatt im Jahr 1990 hat sich an der Außenfassade nicht viel getan. Außer dass immer mehr Fassadenplatten kaputtgingen, am Anstrich der Zahn der Zeit nagte und die Anzahl von Graffitis zunahm. Jetzt erhält das Hamelner Kultur- und Kommunikationszentrum ein wärmedämmendes Verbundsystem – und bekommt auf diesem Weg zugleich ein neues Outfit.

veröffentlicht am 08.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 18:21 Uhr

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Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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An der nördlichen Seite ist das neue Gesicht der „Sumpfe“ schon zu erkennen. Ein lachsfarbenes Rot ziert die ehemals graue Wand, nur unterbrochen durch steingraue Streifen. Handwerker haben neue Kunststofffenster eingebaut, das Gebäude mit 18 Zentimeter dicken Styroporplatten gedämmt und Kratzputz aufgebracht. 200 000 Euro wird die energetische Sanierung kosten. „Den Löwenanteil der Summe bekommen wir vom Land Niedersachsen, als Eigentümer des Gebäudes beteiligt sich der Landkreis, und wir haben auch einen Eigenanteil zu tragen“, ist von Marion Komarek aus der Sumpfblume-Geschäftsführung zu hören.

Das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur vergibt in diesem Jahr 1,3 Millionen Euro Fördergelder für Sanierungen von Einrichtungen der Soziokultur. Aus diesem Topf erhält die Sumpfblume für die energetische Sanierung 157 000 Euro. Teile des Gebäudes waren bisher noch nicht gedämmt. „Papierwände, die für die ehemalige Werkstatt ausgereicht hätten“, nennt Komarek die alten Mauern. „Ökologisch eine Katastrophe, da haben wir im Grund für draußen geheizt“, meint sie.

„Unser Plan ist, dass wir ein Drittel an Energiekosten einsparen können“, spricht Komarek über das zu erwartende Sparpotenzial. Derzeit zahle die Sumpfblume rund 35 000 Euro Energiekosten. „Wir sind noch nicht ganz durch, haben jetzt einen weiteren Antrag gestellt und versuchen, im Bereich Licht, Strom und Bühnentechnik nachzurüsten. Wir haben alte Kühlschränke, die unheimliche Stromfresser sind“, sagt die Geschäftsführerin und hofft auf weitere Zuschüsse, um die alte Technik austauschen zu können.

Für die Sanierung habe man sich für die kostengünstigste Variante entschieden. Gern hätten sich die Sumpfblume-Verantwortlichen wieder eine Plattenfassade gewünscht, die wäre robuster. So geht auch ein Stück alte Identifikation verloren. Denn der Aufbau des Verbundsystems erschwert es, das bunte Logo der Sumpfblume aus Holz wieder montieren zu können. „Wir werden sicherlich mal ein Neues draufmalen“, weiß Komarek Rat.

Die Sumpfblume wird energetisch saniert. Die Fassade einer Wand bereits komplett fertig.fn



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