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Ob Kuchen, Kompott, Chutney oder deftige Gerichte: Stachelbeeren kommen jetzt groß raus

Süß-Saures im fruchtigen Streifen-Look

Dieser Streifen-Look kann sich sehen lassen! Ganz in coolem Grün oder rötlich angehaucht, entfalten Stachelbeeren jetzt ihre saisonale Pracht. Und sind mit ihrer säuerlichen Fruchtigkeit genau das Richtige für heiße Sommertage. Auf der Hitliste der beliebtesten Sommerfrüchte rangiert das Obst nicht gerade ganz oben, wird aber völlig zu Unrecht übergangen. Denn Stachelbeeren sind nicht nur lecker, sondern auch gesund und kalorienarm. Wer sich gerade mit einer Bikini- oder Badehosen-Diät rumquält, sollte Stachelbeeren unbedingt einplanen. Schon 150 Gramm decken den Tagesbedarf an Vitamin C. B-Vitamine sorgen für gesunde Haare und Nägel. Und neben Kalium und Magnesium enthalten die Beeren auch noch viele satt machende Ballaststoffe, die die Darmtätigkeit anregen und sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken. Dass Stachelbeeren sauer sind, ist ein Gerücht, das allenfalls zutrifft, wenn sie noch nicht richtig reif sind. Stachelbeeren gehören zu den süßesten und auch größten Beerenobstsorten überhaupt. Sie haben von Juni bis August Saison und schmecken dann roh besonders gut – als gesunder Snack in geselliger Runde, abends beim Fernsehen oder als Zwischenmahlzeit. Hausfrauen bereiten seit Generationen aus Stachelbeeren Kuchen, Desserts, Kompotts und Konfitüren zu, aber auch für würzige und feurige Chutneys eignen sich die Beeren.

veröffentlicht am 05.07.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 01:21 Uhr

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Hannelore Kruse vom gleichnamigen Hof in Steyerberg verkauft – wie viele andere Anbieter auf dem Wochenmarkt auch – das Obst aus eigenem Anbau. Die ganze Familie plus zwei Erntehelfer sind bei Kruses derzeit im Einsatz und pflücken und pflücken und pflücken… „Normalerweise sind die Beeren größer“, räumt sie ein. Aber wetterbedingt fallen sie in diesem Jahr etwas kleiner aus. Dem feinen, süß-säuerlichen Geschmack tut das keinen Abbruch. Hannelore Kruse mag ihre Stachelbeeren am liebsten auf Biskuitteig: „Dazu koche ich Stachelbeeren auf, dicke sie an und lege sie auf den Biskuitboden. Darüber kommen geschlagene Sahne und ein hauchzarter Marzipanbelag“, verrät sie ihr Lieblingsrezept. Aber auch als Marmelade und als Kompott zu Pfannkuchen weiß sie die Beeren zu schätzen. Andere schwören auf Stachelbeer-Schnaps oder -likör, der sich relativ einfach aus Stachelbeeren, Zucker, Weingeist, Kandiszucker, Rum, Nelken und Vanilleschoten herstellen lässt. Wie alle hochprozentigen Getränke braucht natürlich auch der Stachelbeer-Schnaps seine Reifezeit – rund sechs Wochen. Das Gefäß sollte an einem warmen Ort stehen und einmal täglich geschüttelt werden. Danach wird die alkoholische Flüssigkeit mit einem halben Liter Wasser angereichert und in Flaschen abgefüllt. Bei kühlen Temperaturen müssen diese dann noch zwei Wochen stehen.

Ob grüne oder rötliche Beeren bevorzugt werden, ist nicht nur eine Frage des Geschmacks, sondern auch der Weiterverarbeitung. Hartwig Fischer vom Fischerhof bietet beide Sorten an: „Die grünen sind deutlich saurer“, sagt er. Und daher für Chutneys und würzige Gerichte besser geeignet. Deftig mit fruchtiger Note ist Leber mit Stachelbeeren: Dafür Schweineleber in feine Streifen schneiden, in Mehl wenden und in heißem Öl rasch anbraten. Stachelbeeren dazugeben und alles mit Sahne ablöschen. Mit gekörnter Brühe, Chiliflocken oder Pfeffer und Zucker abschmecken. Dazu passen neue Kartoffeln, Reis oder Baguette und ein würziger eisgekühlter Weißwein, zum Beispiel aus dem Saale-Unstrut-Gebiet.

Vom Hamelner Wochen-

markt berichtet

Karin Rohr

Nicht nur Hannelore Kruse bietet derzeit auf dem Wochenmarkt Stachelbeeren aus ei-

genem Anbau an. Das gesunde Obst hat jetzt Sai-

son und ist von säuerlich bis süß in mindestens zwei Geschmacksrichtungen zu haben. Fotos: Dana

Die grünen Stachelbeeren sind saurer.



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