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Brombeeren und Heidelbeeren haben jetzt Saison / Obst, das als Dessert aber auch herzhaft mundet

Süße Früchtchen – blauschwarz im Doppelpack

Sie ranken in Gärten, an Waldrändern und Lichtungen, und ihre appetitlich blauschwarz glänzenden Früchte warten jetzt nur darauf, gepflückt zu werden; denn frisch vom Strauch schmecken Brombeeren am besten. Sie sind die heimlichen Stars unter den Beeren und in diesem Sommer besonders prall und aromatisch. Wer nicht so glücklich ist, einen eigenen Strauch zu besitzen, bekommt die leckeren Früchte mit der feinen säuerlichen Note jetzt auch pflückfrisch auf dem Wochenmarkt und gönnt sich mit Brombeeren ein gesundes Vergnügen. Denn: Sie stärken mit ihrem hohen Gehalt an Kalzium die Knochen, sind reich an den Vitaminen A, C und E und enthalten auch Folsäure und Eisen in größeren Mengen. Da die Beeren sehr empfindlich sind, sollten sie im Kühlschrank gelagert und innerhalb von zwei bis drei Tagen verbraucht werden. Heike Fischer vom Fischerhof bietet Brombeeren aus dem eigenen Obstgarten an: Ihre 20 Sträucher werfen in diesem Sommer „eine ganze Menge Ertrag“ ab: „Es ist ein günstiges Jahr für Beeren“, stellt sie fest. 500 Gramm Brombeeren kosten bei ihr 4,50 Euro.

veröffentlicht am 16.08.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 18:21 Uhr

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Nicht die einzigen dunkelblauen Früchtchen, die gerade Saison haben. Heidelbeeren, auch Bick- oder Blaubeeren genannt, findet man jetzt bei fast allen Obst- und Gemüsehändlern. Viele

bieten die gesun-

den kleinen Beeren, die dank ihrer Gerbsäuren und pflanzlichen Farbstoffe als wahre Allroundheilmittel gelten, aus eigenem Anbau an. Auf knapp einem Hektar Plantage hat Hannelore Kruse in Steyerberg Kulturheidelbeeren gepflanzt: „Eine mittelfrühe Sorte, die schon seit Juli und noch bis in den September hinein Früchte trägt.“ Heidelbeeren wirken entzündungshemmend und bekämpfen Krankheitserreger im Darm. Der Mineralstoff Mangan schützt zusätzlich die Haut vor Entzündungen. Und die Beeren sind selbst für Magenkranke sehr gut verträglich. Hannelore Kruse mag sie am liebsten in Pfannkuchen: „Den Teig bereite ich mit Buttermilch zu, da wird er schön locker“, erzählt sie: „Und dann streue ich die Beeren hinein.“

Auch Brombeeren sind nicht nur pur ein Genuss, sondern für fast alle Süßspeisen der perfekte Begleiter. Es gibt jede Menge leckere Rezepte für Marmelade, Gelees, Desserts, Mousse, Eis, Muffins oder Törtchen, aber auch Milchshakes und Likören geben die bärenstarken Beeren ein besonderes Aroma. Wer Herzhaftes bevorzugt, muss auf die blauschwarz glänzenden Früchte, die botanisch gesehen eigentlich keine Beeren, sondern Sammelsteinfrüchte sind, nicht verzichten: Brombeeren eignen sich für Chutneys und selbst gemachte Grillsaucen, die durch Chili und Senf die richtige Würze bekommen. Besonders raffiniert aber ist Hähnchen mit Brombeeren. Man braucht dafür Hähnchenbrustfilets, weißen trockenen Weißwein (oder Cidre), eine Schale Brombeeren sowie etwas Apfelessig, roten Johannisbeergelee, etwas Muskat und gehackten Rosmarin. Das Hähn-

chenfleisch in Würfel schneiden, mit Salz und Pfeffer würzen und in ei-

ne Schüssel legen. Weißwein und den gehackten Rosmarin darübergeben und alles abgedeckt eine Stunde ziehen lassen. Danach das Fleisch abtropfen lassen, die Marinade aufbewahren und das Fleisch auf geölte Metall- oder gewässerte Holzspießchen stecken. Im Backofen unter dem Grill gold-

gelb grillen.

In der Zwi-

schenzeit die Brombeeren für die Sauce in einem Topf mit der Marinade köcheln lassen und pürieren. Apfelessig und Johannisbeergelee zugeben. Ohne Deckel kochen, bis die Sauce etwa um ein Drittel reduziert ist. Einen Löffel Sauce auf jeden Teller geben und je zwei Spieße darauf anrichten. Mit Muskat bestreuen, mit etwas Rosmarin und einigen Brombeeren garnieren und zu ofenwarmem Brot servieren. Dazu passt ein leichter, fruchtiger Rotwein wie ein Barbera d’Alba oder Bardolino.

Vom Hamelner Wochen-

markt berichtet

Karin Rohr



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