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Erste Erfolge bei Verkehrsberuhigung

Sünteltal kämpft weiter für mehr Sicherheit

Sünteltal. Das Thema Verkehrsberuhigung im Sünteltal, insbesondere in Unsen, genießt weiterhin hohe Aufmerksamkeit bei den Anwohnern. Dabei geht es um Verkehrsinseln, Zebrastreifen oder eine Lichtzeichensignalanlage (Ampel), die gefordert werden. Inzwischen gibt es erste Erfolge, die offenbar auch der Ortsrat begrüßt. Bei Dingen wie dem Zebrastreifen wollen die Politiker außerdem Druck machen und möglich zusätzliche Kosten sogar selbst übernehmen.

veröffentlicht am 06.06.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 21:21 Uhr

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Autor:

friedrich-Wilhelm Thies
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Seit 2011 gibt es im Sünteltal ein zähes Ringen um Maßnahmen, mit denen der Verkehr in Holtensen, Unsen und Welliehausen sicher gemacht werden soll. Sogar eine Bürgerinitiative wurde gegründet. Nun konnten Ortsbürgermeisterin Bettina Schultze (SPD) und Andreas Franke (SPD) erste Erfolge vermelden: Am Ortsausgang Unsen in Richtung Hasperde (L 423) wurde eine Tempo 70-Zone eingerichtet. „Auch das zwischenzeitliche Aufstellen eines Displays, das überhöhte Geschwindigkeit anmahnt, hat Erfolg gebracht. Die Geschwindigkeiten haben sich verringert“, so Franke. Die Ortsbürgermeisterin begrüßte zum anderen, dass dort größere Bäume aufgestellt worden seien. Und am Ortseingang aus Richtung Holtensen (K 2) wurden ein Warnschild mit dem Hinweis auf Radfahrer aufgestellt und der Radweg neu markiert.

Erhard Linke, Abteilungsleiter Verkehrs- und Erschließungsplanung, konnte aber auch berichten, dass zwei Verkehrsinseln demnächst wohl geschaffen werden. Sie sollen an den Ortseingängen von Unsen entstehen, einmal aus Holtensen kommend (K 2) an der Zufahrt zu den Leuchtzacken, einmal aus Pötzen (L 423) kommend an der Zufahrt zum Waldbad und der Feuerwehr. Hier war Linke selbst überrascht, weil eigentlich ein Planfeststellungsverfahren hätte eingeleitet werden müssen. „Das hätte aber lange gedauert. Nach Rücksprache mit dem Landkreis konnte ein einfacherer Weg beschritten werden, indem die Träger der öffentlichen Belange um Zustimmung gebeten wurden. Das ist erfolgt. Nun hoffe ich, dass die Maßnahmen ohne weitere Verzögerungen bald umgesetzt werden können“, erklärte der Abteilungsleiter.

Doch der Ortsrat Sünteltal fordert mehr, etwa eine Ampel an der Unsener Straße (K 2) im Bereich der Grundschule, die auch Abteilungsleiter Linke für sinnvoll erhält. 15 000 Euro sollen dafür in den Haushalt 2014 eingestellt werden. Zudem sollen jeweils 40 000 Euro für zwei weitere sogenannte Trenninseln in den Haushalt des nächsten Jahres eingeplant werden, die am Ortsausgang Unsen in Richtung Hasperde (L 423) und im Bereich Unsener Straße (K 2) in Holtensen in Verbindung mit einer Umgestaltung der Bushaltestelle entstehen sollen, um dort unter anderen den Schulweg der Kinder sicherer zu machen.

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Weiterhin gibt es das leidige Thema mit zwei Zebrastreifen, deren kostenloses Erstellen die Sünteltaler bei einem überregionalen Wettbewerb gewonnen hatten. Die Fußgängerüberwege sollen auf der Unsener Straße in Höhe des Kaufladens und in Unsen auf der Pötzer Straße an der Zufahrt zum Waldhof entstehen. „Dort endet der Bürgersteig auf der einen Seite, und alle Fußgänger, die in Richtung Waldbad, Feuerwehr oder Dorfgemeinschaftshaus wollen, müssen die Straße überqueren“, erklärt Ortsbürgermeisterin Schultze. Christine Barner, Abteilungsleiterin Ordnung und Straßenverkehr bei der Stadt Hameln, hat eine Einrichtung aber bisher stets abgelehnt. Begründung: zu wenig Fahrzeug- und Fußgängerverkehr und zu hohe Kosten, weil etwa die Straßenbeleuchtung umgerüstet werden müsse.

Andreas Franke hat aber inzwischen eine Studie aus Nordrhein-Westfalen gefunden, die Zebrastreifen auch bei wenig Fußgängerfrequenz und Fahrzeugverkehr befürwortet. „So ein Überweg würde laut Studie zur Verkehrsberuhigung beitragen. Weiter ist dort ausgeführt, dass die Straßenbeleuchtung nur auf LED-Technik umgestellt werden muss, was nicht so teuer sein kann“, sagt er. Daher beschloss der Ortsrat, die Kosten für vier erforderliche Verkehrsschilder und der Umrüstung der Beleuchtung bis zu einer Höhe von zunächst 2000 Euro selbst zu tragen. „Wir müssen hier ein Signal setzen und die Ortsratmittel dafür einsetzen“, betonte Thomas Sewald (SPD), und der Ortsrat stimmte geschlossen zu.

Am Ortsausgang Unsen in Richtung Hasperde wurde eine 70er-Zone eingerichtet (oben). Aber das reicht dem Ortsrat nicht: An der Grundschule Holtensen (unten) soll eine Ampel installiert werden. tis

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