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Windenergie-Planung bei Afferde sorgt für empörte Ortspolitiker

Sturm von vorn für die Stadt

Afferde (gro). Nicht nur Wind, nein, sogar ein regelrechter Sturm von vorne blies Michaela Klank von der Abteilung für Stadtentwicklung und Planung der Stadt Hameln in der Ortsratssitzung in Afferde entgegen. Hintergrund: Sie hatte dort mitgeteilt, dass die Stadt nach einer gerichtlichen Entscheidung in Hannover zwei Vorbescheide zur planungsrechtlichen Genehmigung des Baues von zwei Windrädern im vorgesehen Vorranggebiet für Windenergie nahe Afferde rausgeschickt habe.

veröffentlicht am 26.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 03:41 Uhr

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Ein Gutachter habe festgestellt, dass im Umfeld des entsprechenden Gebietes kein Horst (Nest) eines Rotmilans zu finden gewesen sei, aber der Antragsteller habe den Antrag gestellt, ohne die geforderte Berücksichtigung artenschutzrechtlicher Belange zu beachten. Das heiße zum Beispiel, dass der Windkraftbetreiber, falls doch ein Rotmilan in dem Gebiet brüte, während der Brutzeit die Anlagen mit einer Gesamthöhe von 130 und 149 Metern abstellen müsse.

Regelrecht erbost und verärgert reagierten die Ortsratsmitglieder. Nach den Vorgaben der Stadt Hameln habe sich doch nichts geändert, und das Gebiet sei nach reiflicher Prüfung als Vorranggebiet für Windenergie herausgefallen. Außerdem sei hier immer wieder der Rotmilan jagend zu sehen, und das nicht nur von den Ortsratsmitgliedern, sondern auch von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern. Mehr als verärgert war insbesondere die Ortsbürgermeisterin Waltraud Mehring (SPD). „Ich habe den Punkt Windenergie auf die Tagesordnung der Ortsratssitzung setzen lassen, Sie nicht. Warum sind Sie nicht vorher und von selbst damit gekommen?“ musste sich Michaela Klank fragen lassen.

Die konnte nur darauf wie folgt antworten: Das Gericht habe der Stadt sozusagen klargemacht, dass die bislang ausgewiesenen Gebiete zu klein seien. Mit den Ausweisungen der Vorranggebiete für Windenergie im Stadtgebiet wird nach Auffassung der Juristen eine „Feigenblattpolitik“ und sogar „Verhinderungsplanung“ betrieben. Das Thema Windenergie in und rund um Hameln ist also nach wie vor ein Dauerbrenner, demnächst muss sich der neue Rat damit befassen.

Positiv, und das mit 13 Stimmen für und nur einer Gegenstimme, bewerteten die Ortsratsmitglieder die geplante Entwicklung eines Sondergebietes Photovoltaikanlage auf dem ehemaligen Kiesabbaugelände „Am Hespen“ in der Gemarkung Afferde. Zurzeit wird das Gelände als Boden- und Bauschuttdeponie sowie zur Bauschuttaufbereitung genutzt.



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