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Hamelnerinnen quilten in der Öffentlichkeit

Stück für Stück zum großen Kunstwerk

Hameln. Einen der freien Stühle für die vorbeikommenden Besucher in der Fischpfortenstraße hat nun Christa Heinemeyer besetzt: „Patchwork ist mir ein Begriff, aber das Quilten wollte ich jetzt genauer kennenlernen“, erzählt die Emmerthalerin. Am Samstagmittag fertigt sie eine blaue Stoffblüte und fügt sich schon begeistert in die Gruppe der Rattenfängerquilter. Beim „Quilting in Public Day“ (Quilten in der Öffentlichkeit) hatten sich bundesweit engagierte Quilterinnen – in Hameln gibt es bei den Rattenfängerquiltern seit über 20 Jahren eine stattliche Anzahl davon – gemütliche Plätzchen an der frischen Luft gesucht.

veröffentlicht am 17.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 19:41 Uhr

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Autor:

Birgit Sterner
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Wie schon im vergangenen Jahr hatte Angelika Kropp von der gleichnamigen Weinhandlung am Samstag wieder gern ihre Tische und Stühle für die Näherinnen in der Fischpfortenstraße bereit bestellt.

Auf den beiden Tischen finden sich nun bunte Stoffe, Knöpfe, Nähkissen und so allerlei weitere Handarbeitsmaterialien. Drumherum sitzen fröhlich plaudernde Damen, die offensichtlich viel Spaß an ihrer Tätigkeit haben. Hinter ihnen sind fertige Decken und kunstvolle Wandbehänge drapiert.

Längst hat der Quilt seinen Weg vom Gebrauchsgegenstand zum Kunstwerk gefunden, das lässt sich deutlich erkennen. Seit Samstag hat nun auch der historische „Double Wedding Ring Quilt“ wieder seinen angestammten Platz als Bettüberwurf bei Besitzerin Angelika Kropp. Die gesteppte Decke aus den 30er Jahren ist ein amerikanischer Hochzeitsquilt, auf den einst viele ineinander verschlungene Stoffringe genäht wurden. Beim ersten Hamelner „Quilting in Public Day“, vor rund einem Jahr, war das große Stoffstück den Rattenfängerquiltern zum Restaurieren mitgegeben worden, nun sind alle brüchigen Stoffstücke in mühevoller Kleinstarbeit ersetzt worden. Die Rückgabe des historischen Stoffstücks war der Höhepunkt des „Quilting in Public Days“ in Hameln. „Für das Restaurieren des Hochzeitsquilts wurde uns die Gelegenheit geboten, wie in den alten Zeiten üblich, gemeinsam am großen Tisch zu sitzen, um an einem einzigen Quilt zu arbeiten“, sagt Organisatorin Christa Kritidis. „Das Arbeiten in Gemeinschaft ist ein wichtiger sozialer Faktor bei dieser Tätigkeit“, fügt sie hinzu.

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  • Besucher konnten kostenlos Stoffblüten fertigen.


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