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Vor allem die Technische Akademie sucht Unterkünfte / Makler werden nur selten eingeschaltet

Studenten beleben den Wohnungsmarkt

Hameln (CK). Hameln als Bildungsstandort – das sorgt auch für Belebung auf dem Wohnungsmarkt. Studierende der Hochschule Weserbergland und der Technischen Akademie sind es vor allem, die für eine begrenzte Zeit bezahlbaren Wohnraum in und um Hameln suchen, wobei offenbar die meisten Zimmer und Appartements gar nicht mal über Makler vermittelt werden.

veröffentlicht am 29.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 22:41 Uhr

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„Wir merken diesen Kundenkreis kaum“, sagt etwa Wolfgang Maeker. Der Hamelner Immobilienmakler mit Sitz im Infocenter weiß aber, dass nicht alle gerne an Studenten vermieten. „Älter, alleinstehend, dauerhaft, solide und sauber, das sind die Kriterien, auf die die meisten Vermieter Wert legen“, sagt er. Könne man ihnen auch kaum verdenken: „Bei ganz kurzfristigen Vermietungen besteht immer die Gefahr, dass die Wohnung nach acht oder zehn Wochen wieder leersteht und die Suche erneut beginnen muss. Außerdem ist es für viele Vermieter ein komisches Gefühl, nicht zu wissen, ob jemand im Flur auch wirklich ins Haus gehört oder wie viele Schlüssel eigentlich im Umlauf sind“, so der Immobilienmakler.

Die Hochschule Weserbergland (HSW) hat trotz des oftmals strengen Kriterienkatalogs trotzdem keine Schwierigkeiten, ihre Studenten für eine begrenzte Zeit unterzubringen. Marion Linnemann von der HSW verweist zum einen auf die schuleigene Homepage, auf der sich (auf insgesamt 25 Seiten!) Vermieter registrieren lassen können. „Die ist allerdings nicht immer ganz aktuell, denn mancher sagt uns nicht Bescheid, wenn er nicht mehr vermieten möchte“, schränkt sie ein. Stammgäste, wie sie viele Bewohner am liebsten haben, bleiben nach ihren Worten in der Regel zwischen acht und zwölf Wochen, wobei sie meistens zehn Wochen Mietdauer für realistisch hält.

Dass die HSW-Studenten Probleme bei der Wohnungssuche haben, ist Marion Lonnemann bisher jedenfalls noch nicht zu Ohren gekommen, auch wenn die jungen Leute natürlich selbst dafür verantwortlich seien, eine Bleibe auf Zeit zu finden. „Bisher ist noch niemand ferngeblieben, weil er keine Unterkunft hatte“, sagt sie. Und verweist auf Abschlussgespräche und Evaluation, wo solche Probleme – sollten sie denn in Hameln bestehen – durchaus thematisiert werden könnten.

Aus dem gesamten Bundesgebiet kommen die Studenten der Technischen Akademie, die im ehemaligen Wesertal-Gebäude an der Bahnhofstraße residiert. Auf dem eigenen Campus bietet die TA zwar auch Unterkünfte an, aber die seien zu vernachlässigen, sagt Geschäftsführer Frédéric-Philipp Thiele. Das seien lediglich 25 – bei weitem nicht genug, bedenkt man, dass hier täglich rund 600 Studenten ein und aus gehen, deren Zahl sich übers Jahr gesehen sogar auf 2800 bis 3000 summiert. Um die Lernenden adäquat unterzubringen, verfügt die TA nach Thieles Worten über 200 Appartements in eigenen Liegenschaften und etwa über die gleiche Menge in angemieteten Häusern, etwa von der HWG.

Dieser Wohnraum wird den Studierenden der TA regelmäßig angeboten; darüber hinaus machen viele aber auch von der Möglichkeit Gebrauch, sich in eine der zahlreichen Hamelner Ferienwohnungen einzuquartieren. „Die werden von unseren Leuten meistens zwischen Januar und April oder aber wieder im Herbst genutzt. Da ist im Bereich Tourismus ohnehin nicht so viel los in Hameln“, sagt Thiele, der aber zugleich einschränkt: „Bei unserem Bedarf reicht das aber noch lange nicht aus.“

Die Technische Akademie in der Bahnhofstraße: Für die fast 3000 Studierenden pro Jahr reicht das Wohnungsangebot nicht aus.

Foto: Dana



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