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Anwohner sehen sich verunglimpft

Streit ums Bolzen am Hühnerborn

Hameln (fh). Rund um den Spielplatz am Hühnerborn kochen die Emotionen hoch: Nachdem Eltern trotz eines entsprechenden Verbotsschildes ungestörtes Fußballspielen für ihren Nachwuchs forderten (wir berichteten), regt sich nun in der Nachbarschaft des Platzes der Unmut. „Wir haben die Bälle ständig in unseren Gärten“, beschwert sich Anwohnerin Monika Lojewski. Und das seien dann „prall aufgepumpte Lederbälle“, keine Kinderbälle. Fünf Grundstücke grenzen an die Spielfläche.

veröffentlicht am 15.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 02:41 Uhr

Anwohnerin Monika Lojewski am Zaun des Spielfeldes. Hohe Bälle h
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Die Stadt hat den Platz samt Ballspielrasen auf dem Eingangsschild mit einem durchgestrichenen Fußball versehen. Stadtsprecher Thomas Wahmes hatte auf Anfrage jedoch erklärt, trotzdem sei auf der Fläche „Ballspielen, auch Fußball“ von kleineren Kindern oder etwa von Vater und Sohn „erlaubt und auch erwünscht“. Eine Lesart, die Monika Lojewski und ihre Nachbarn so nicht gelten lassen: „Das ist Spiel-, kein Fußballplatz“, stellen sie klar. Die Auskünfte von Stadtsprecher Wahmes verstehen unterdessen manche als Anpfiff für den Kickernachwuchs. Der Bolzbetrieb habe nun wieder zugenommen, berichtet Anwohnerin Lojewski. Die jungen Kicker sähen sich im Recht und beriefen sich auf den Dewezet-Artikel.

„Als kinderfeindlich abgestempelt“

Monika Lojewski sieht sich und ihre Nachbarn in dem Streit zu Unrecht als kinderfeindlich abgestempelt. Schließlich habe man einst der Errichtung des Spielplatzes zugestimmt. Zusammen mit einer Nachbarin kümmert sich die 66-Jährige zudem als Spielplatz-Patin mit um die Anlage. Doch der Bolzbetrieb bringe nun mal Probleme mit sich: „Einen Ballfangzaun rund um den Platz gibt es nicht.“ Also träfen so manche Schüsse Gartenzäune und Rabatten. Kinder kletterten über Gartenzäune, um Bälle zurückzuholen oder klingelten, was ebenfalls stören kann.

Bei der Stadt standen in den vergangenen Tagen die Telefone nicht still. „Vorgestern war bereits ein Mitarbeiter des Jugend- und Seniorenbüros vor Ort und hat mit Kindern und Anliegern gesprochen“, berichtet Wahmes. Der Mitarbeiter habe die Nutzungsmöglichkeiten des Platzes erläutert und versucht zu vermitteln. „Der Platz ist kein Fußball- oder Bolzplatz, sondern eine große Rasenspielfläche“, so Wahmes. Die Verwirrung bei Eltern und Anliegern ist jedoch groß. „Es wäre schade, wenn wir wegen zu häufigen Ärgers den Platz für jegliches Ballspielen verbieten müssten“, hofft Wahmes auf eine einvernehmliche Lösung und fordert gegenseitige Rücksichtnahme. Eine Freigabe als Fußballplatz, wie es einige Eltern wünschen, sei nicht möglich. Die Fläche sei als Spielplatz ausgewiesen, nicht als Bolzplatz.



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