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Protest gegen Baumfällungen in Tündern

Streit um Platanen erhitzt die Gemüter

Tündern (gro). Die von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr geplante Fällung mehrerer Platanen an der Kreisstraße 12 in Höhe der Jugendanstalt hat den Protest der Tünderaner hervorgerufen. Bei einem Ortstermin hat die Behördenvertreterin Uta Weiner-Kohl den aufgebrachten Bewohnern jetzt zugesichert: „Bevor die Kettensäge angesetzt wird, wird Ihnen eine Planung zu diesem Fall vorgelegt.“

veröffentlicht am 27.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 22:41 Uhr

Uta Weiner-Kohl (li.) besichtigt mit Bürgern und Politikern, wie
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Anfang Dezember war Ortsbürgermeister Thilo Meyer mitgeteilt worden, dass durch die Platanen massive Schäden am Radweg entstanden seien. „Es wurde festgestellt, dass eine Fällung der Platanen unumgänglich ist, damit die Verkehrssicherheit langfristig gewährleistet werden kann und die Substanz des Radweges nicht weiter zerstört wird. Die Straßenmeisterei wird die Fällung von Platanen und deren Neupflanzung bis Ende Februar 2010 durchführen“, heißt es in dem Schreiben der Landesbehörde. Die Bäume stehen seit 40 Jahren. 2003 wies der Ortsrat auf Schäden am Radweg hin und schlug deren Beseitigung durch Abfräsen der „Huckel“ vor. Geschehen sei jedoch nichts. Dass jetzt die Bäume gefällt werden sollen, „kann doch nicht sein“, empörte sich Ortsratsmitglied Herbert Habenicht und bekam dafür Beifall von den 20 anwesenden Bürgern. Weiner-Kohl erklärte, dass die Sanierung des Radweges für gut 60 000 Euro keinen Sinn habe, wenn die Schäden durch die Wurzelanhebungen nach gut sechs Jahren wieder aufträten. Nach der Fällung seien neue Anpflanzungen auf der Westseite der Straße vorgesehen. Heinrich Albrecht-Lübbe von der Tündersee GmbH teilte mit, das Unternehmen werde auf keinen Fall sein Einverständnis zur Pflanzung von Bäumen auf seinem Gelände geben. Weiner-Kohl räumte ein, dass noch nicht mit allen Landbesitzern gesprochen worden sei. „Hier wird doch nicht mit offenen Karten gespielt,“ erzürnte sich ein Bürger. Nach einem emotional „geladenen“ Gespräch erhielt Ortsbürgermeister Meyer von Weiner-Kohl die Zusage, die Bürger rechtzeitig zu informieren.



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