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Letzter Gottesdienst der Katholiken in Afferde am 21. Juni

St.-Monika-Kirche schließt

Afferde (sto). Im Gespräch war die Schließung der zur katholischen St.-Augustinus-Gemeinde gehörenden St.-Monika-Kirche bereits im vergangenen Jahr. Jetzt ist es endgültig. Nach den vorgeschriebenen Beratungen und Entscheidungen der Bistumsleitung wird das seit 1971 bestehende Gotteshaus am Sonntag, 21. Juni, endgültig geschlossen. Die sogenannte Profanierung ist für den Nachmittag vorgesehen.

veröffentlicht am 09.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 18:41 Uhr

Pfarrer Joachim Wingert vor dem Kirchengebäude, das bald keines
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„Vielen in unserer Gemeinde, gerade in Afferde, ist die St.-Monika-Kirche besonders ans Herz gewachsen. So werden viele wohl auch nur schweren Herzens Abschied von St. Monika nehmen können“, betont Pfarrer Joachim Wingert. Für die Geschichte der St.-Augustinus-Gemeinde sei die Schließung deshalb ein bedeutsamer Einschnitt.

Im Einzugsbereich von St. Monika, der sich bis in einige Ortsteile des Fleckens Coppenbrügge erstreckt, seien etwa 1100 Gemeindeglieder registriert. Die Kirchgänger unter ihnen, die kein eigenes Auto besitzen, brauchen aber auch nach der Schließung nicht auf den Gottesdienst zu verzichten. „Wir werden einen Fahrdienst zur St.-Augustinus-Kirche in Hameln einrichten“, macht der Pfarrer auf ein besonderes Angebot aufmerksam.

Noch keine Nachnutzung

Die Nachnutzung der St.-Monika-Kirche ist noch nicht geklärt. „Unsere Bemühungen um eine künftige Weiterverwendung waren bisher vergeblich“, so Wingert. Der Haken: Das Gebäude sei in die Jahre gekommen und müsse renoviert werden.

Insgesamt sind es von den 20 Kirchen des aus sieben Gemeinden bestehenden Dekanats Hameln-Holzminden fünf Kirchen, die geschlossen werden sollen, und zwar in den Orten Afferde, Großenwieden, Bevern, Neuhaus und Fischbeck. In der letztgenannten Kirche ist die Profanierung bereits erfolgt. Das Gebäude wird derzeit zu einem Kindergarten umgebaut. Die ebenfalls zur St.-Augustinus-Gemeinde gehörende Kirche „Heilige Familie“ in Emmerthal sei von einer kurzfristigen Schließung nicht betroffen. „Mittelfristig muss damit aber ebenfalls gerechnet werden“, so der Pfarrer.

Hintergrund der Profanierung seien unter anderem immer kleiner werdende Gemeinden, dadurch bedingte kontinuierlich sinkende Kirchensteuern und eine zurückgehende Zahl an Geistlichen. „Diese Entwicklungen sind bereits seit mehreren Jahren zu erkennen“, betont Joachim Wingert.

In einer gemeinsamen Sitzung im März vergangenen Jahres haben sich Kirchenvorstand und der Pfarrgemeinderat ausführlich mit allen Fragen beschäftigt, mit dem Ergebnis, der Absicht des Bistums zu folgen und die Kirche in Afferde zu schließen. „Wir sahen die Notwendigkeit, die Struktur auch unserer Gemeinde an die veränderten Situationen anzupassen“, betont der Pfarrer.



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