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Angekündigte Sanierung lässt auf sich warten – Haupteigentümer hat „ganz neue Überlegungen“

Stillstand in der Ritterpassage

HAMELN. Gähnende Leere in dem hellen Lichthof, das Echo hallt durch das Gebäude: Still ruhen die Ladenflächen in der Ritterpassage in Hameln, und daran wird sich offenbar so schnell nichts ändern. Lediglich Klaus Sagebiel ist mit seiner „Brillengalerie“ noch aktiv vertreten und wartet schon lange darauf, dass sich in seiner unmittelbaren Nachbarschaft etwas tut.

veröffentlicht am 29.06.2016 um 07:57 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:50 Uhr

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Autor:

Birte Hansen und Andreas Timphaus
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Einst war davon die Rede, dass der vordere Teil mit dem Eingang zur Ritterstraße demnächst umfassend saniert werden soll. Doch aktuell winkt Klaus Hoffmann, der Berater des Hannoveraner Haupteigentümers Walter Suhr, ab. „Null Aktivitäten, Stillstand“, sagt Hoffmann auf die Frage nach dem aktuellen Stand. „Herr Suhr“ habe derzeit „ganz neue Überlegungen“ für die Zukunft der 2900 Quadratmeter, von denen der Großteil seit Monaten leer steht. Worum es sich dabei handelt, will Hoffmann nicht einmal andeuten. Konkretes gebe es überhaupt nicht – über anderes zu sprechen, „bringe ja nichts“.

Im Oktober des vergangenen Jahres sah es fast so aus, als ob in der Immobilie schon sehr bald grundlegende Veränderungen anstünden. Damals sagte Hoffmann, dass bereits Verhandlungen mit neuen Mietern geführt würden. Der Berater gab sich guter Dinge, dass in wenigen Tagen womöglich schon die Verträge unter Dach und Fach gebracht würden und bei der Stadt eine Baugenehmigung eingeholt werden könnte. Es war davon die Rede, dass das Gebäude in der Mitte geteilt werde und vorne neben der Brillengalerie ein einzelner Mieter auf zwei Etagen einziehe, was Hoffmann jedoch nicht bestätigen wollte. Aus den ambitionierten Modernisierungsplänen wurde bisher aber nichts. Die Ritterpassage bleibt weiter eine Problemzone in der Innenstadt.

Am 7. Juli 1984 wurde die Passage feierlich eröffnet. Mehr als 30 Interessenten hatten sich damals zu einer Bauherrengemeinschaft zusammengeschlossen. Läden, Büros, Arztpraxen, ein Café und ein Bierdorf sollten in der glasüberdachten Durchgang einziehen, 23 Einheiten insgesamt.

„Santo‘s Bar Italia“ mit Weinhandlung war von Beginn an dabei. Inhaber Santo Mancarella hatte einst mit einem kleinen Café in der Passage angefangen. Er expandierte im Laufe der Jahre, richtete sich auch in „Gewerbeeinheiten“ nebenan und gegenüber ein. Während dieser Zeit sah viele Geschäfte kommen und wieder gehen – bis auch er genug hatte. Seit Mitte November des vergangenen Jahres ist der Italiener in der Thietorstraße zu finden.

Ein richtiges Erfolgsmodell wurde die Passage nie, das Konzept mit vielen kleinen Ladenlokalen funktionierte nicht gut. In der Vergangenheit machte die Ritterpassage immer wieder eher mit Leerständen als mit attraktiven Geschäften von sich reden. Im Moment deutet nichts darauf hin, dass sich an der Situation in Kürze etwas ändern wird.



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