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Stell Dir vor, man kann Kunstwerke ausleihen, aber keiner weiß es

veröffentlicht am 14.10.2011 um 14:59 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:35 Uhr

Hameln (ch). Wer die eigenen Gäste mit seinem Kunstgeschmack überraschen will oder einfach nur die nackte Wand schmücken möchte, der ist in Hamelns Artothek richtig. Mehr als 340 Arbeiten zeitgenössischer Künstler können hier seit fast 30 Jahren gegen Gebühr entliehen werden. Nur weiß das niemand. Entsprechend schlecht ist die Bilanz.

Bücher, Romane, DVDs und Musik, all das findet sich auf der  Homepage der Hamelner Stadtbibliothek. Vom Angebot der Artothek jedoch liest man kein Wort erwähnt - auch sonst wird sie nicht beworben. Die zurückgehenden Ausleihzahlen sind daher kein Wunder.

Konnten 1984, im Jahr der Gründung der Artothek, bei einem Angebot von 164 Grafiken noch 200 Ausleihen und auf dem Höhepunkt der 28-jährigen Artothek-Geschichte sogar einmal 800 Ausleihen verzeichnet werden, sind die Ausleihzahlen mittlerweile auf „unter Einhundert“ gesunken, bestätigt Thomas Wahmes, Sprecher der Stadt Hameln.

Trotz oder gerade wegen der schlechten Ausleihzahlen führt die Stadt ab Januar 2012 eine sogenannte „Artothek-Flatrate“ ein. Für eine Jahrespauschale von 24 Euro können dann jeweils bis zu drei Bilder auf einmal ausgeliehen werden. So will die Stadt neue Nutzer erreichen. Zugleich erhofft sich die Stadt dadurch Mehreinnahmen von 1000 Euro.

Das Ganze ist ein Rechenbeispiel: Sollte die Flatrate weniger Neu-Kunden ziehen als erwünscht, müssten 63 der bisherigen Nutzer auf eine Flatrate umsteigen, um die anvisierten 1000 Euro zu erwirtschaften.  



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