weather-image
Innenminister Uwe Schünemann spricht über Auswirkungen der Reform

Steht die Bundeswehr für Katastrophen bereit?

Hameln (gro). „So schnell die Wehrpflicht abzuschaffen, war ein Fehler“ – Uwe Schünemanns Urteil steht. Der niedersächsische Innenminister war auf Einladung des Obersten a. D. Hermann Schmidtchen, der Reservistenkameradschaft und der Reserveoffiziere in Hameln-Pyrmont nach Hameln in die Räume des BHW an der Lubahnstraße gekommen. Inhalt des Abends: Wie geht es mit dem Einsatz der Bundeswehr vor dem Hintergrund der Reform weiter, und reichen ihre Kräfte im Katastrophenfall aus, um wie bisher unterstützend und mit schwerem Gerät zu helfen.

veröffentlicht am 04.11.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 17:21 Uhr

270_008_4922776_hm302_0411.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Die Reform der Bundeswehr sei so angelegt worden, dass sie weiterhin ihre Aufgaben als Nato-Partner wahrnehmen und bewältigen könne, erläuterte Schünemann (CDU). Sorgen bereite ihm aber der Einsatz im Katastrophenfall. Auslandseinsätze zu fahren und in der Heimat im Katastrophenfall nicht präsent zu sein, das gehe nicht, zumal der Katastrophenschutz eine der grundgesetzlichen Aufgabe der Bundeswehr sei.

185 000 Soldatinnen und Soldaten seien noch in der Bundeswehr. Ob jährlich die 15 000 Freiwilligen erreicht werden, „steht wohl noch in den Sternen,“ so der Minister. Erhebliche Reduzierungen habe Niedersachsen und die Region um Hameln durch die Reform hinnehmen müssen, aber „im Vergleich zu den anderen Bundesländern haben wir hier mit Abstand die meisten Dienstposten bei der Bundeswehr im Land“.

Schünemann blieb nicht allein bei der Bundeswehr in seinem Vortrag, sondern hob die Bedeutung von THW, Feuerwehr und Reservisten in einem Katastrophen- oder Zivilschutzfall hervor. „Unverzichtbar“ sei deren Wirken. Eine gute zivilmilitärische Zusammenarbeit aller sei nun noch mehr als in der Vergangenheit gefragt und nötig. Der Bundesfreiwilligendienst müsse in Schünemanns Augen attraktiver gestaltet werden, um junge Menschen dafür zu gewinnen und zu motivieren. Das Fazit des Ministers: Auch wenn die Bundeswehr durch die Reform in ihrer Stärke reduziert worden sei, müsse sie doch das verbriefte Recht der Bürgerinnen und Bürger auf Schutz im Katstrophen- oder Zivilschutzfall bewerkstelligen können.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt